Champions-League-Finalisten im Vergleich: ManU ist beliebter, Chelsea holt auf

Mittwoch, 21. Mai 2008

Manchester United ist wirtschaftlich potenter und beliebter als der FC Chelsea, aber der vom Russen Roman Abramowich regierte Londoner Club holt auf. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die Sport + Markt in Köln zum Champions-League-Finale in Moskau präsentiert, in dem die beiden englischen Clubs aufeinandertreffen. Manchester liegt bei einem Umsatz von 312,2 Millionen Euro, Chelsea bei 283 Millionen. Aus der nationalen TV-Vermarktung beziehen die Kontrahenten gleich viel - nämlich rund 50 Millionen Euro. Im Trikotsponsoring hat ManU die Nase vorn - von Sponsor AIG fließen jährlich 20,8 Millionen Euro, während Chelseas Trikotpartner Samsung 14,5 Millionen Euro zahlt.

Zudem profitiert der Club aus Manchester, der den Cup der Besten bereits zweimal gewann, von der Tatsache, das größere Stadion zu haben. In die Arena Old Trafford passen 76.212 Zuschauer, die Auslastung liegt bei 99 Prozent. Die ist an der Stamford Bridge, wo der FC Chelsea spielt, zwar genau so hoch - allerdings fasst das Stadion nur 42.055 Fans. Nur in puncto Spielerausgaben über die letzten drei Saisons hat Chelsea den Rivalen überboten.

Im Beliebtheitsranking der Fußball-Clubs belegt der aktuelle Meister, Manchester United, im Heimatmarkt mit 5,8 Millionen Fans den ersten, Chelsea den vierten Platz. Doch Chelsea holt auf. "Von 2003/04 bis 2007/08 ging Chelsea als europäischer Sieger bezüglich Zuwachs an Fanpotenzial hervor. Das Team konnte seine Anhängerschaft um 523 Prozent steigern", sagt Hartmut Zastrow, Vorstand von Sport + Markt. Allerdings dominieren die Gegner auch das Ranking der unbeliebtesten Clubs. Manchester United und Chelsea belegen hier die ersten zwei Plätze. "ManU zieht als sehr erfolgreicher Verein nicht nur Anhänger sondern auch Neider an. Bei Chelsea ist dies nicht nur Resultat der Erfolge über die letzten Jahre, sondern auch eine Folge der enormen Investitionen Abramovichs", sagt Zastrow. oz

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