Carat korrigiert Prognose der Werbeausgaben nach unten

Donnerstag, 01. Oktober 2009
Carat hat seine Prognose nach unten korrigiert
Carat hat seine Prognose nach unten korrigiert

Die Mediaberatung Carat hat ihre Prognose für die globalen Werbeausgaben für 2009 und 2010 nach unten korrigiert. Auch für Deutschland sehen die Zahlen nun pessimistischer aus als noch im Frühjahr. Für Deutschland wird das Minus für 2009 mit 7 Prozent beziffert. 2010 wird für den deutschen Werbemarkt ein Minus von 2,3 Prozent prognostiziert. Die Märzprognosen für Deutschland sahen noch optimistischer aus. Damals wurde für Deutschland ein Minus von 2,2 Prozent im Jahr 2009 und ein Minus von 1,1 Prozent für 2010 vorhergesagt.

Für Westeuropa geht Carat in diesem Jahr nun von einem Minus 11,0 Prozent aus (Frühjahr Minus 6,6 Prozent). Für das Jahr 2010 soll der Rückgang bei 0,3 Prozent liegen.

Bei den weltweiten Werbeausgaben wird in diesem Jahr ein Rückgang von 9,8 Prozent erwartet. Die rückläufige globale Tendenz von 4 Prozentpunkten (von Minus 5,8 Prozent im März 2009) sei auf signifikante Werbereduzierungen der Vorhersagen für alle Regionen zurückzuführen, heißt es. Ausgenommen davon ist lediglich die Region Asia Pacific, wo der Ausblick für 2009 nur marginal um 0,3 Prozent nach unten korrigiert wurde. Trotz der Kürzungen der globalen Werbeinvestitionen für 2009 erwartet Carat für 2010 weltweit allerdings ein leichtes Wachstum um ein Prozent.

Online Werbung bleibt der einzige Medienbereich, der dieses Jahr ein Wachstum verzeichnen wird - weltweit geschätzt mit plus 1 Proeent. Das Online-Wachstum bewegt sich in diesem Jahr weiterhin in Asia Pacific und Zentral- und Osteuropa im zweistelligen Bereich. Allerdings haben ein niedriges einstelliges Wachstum in Westeuropa und ein Rückgang in den USA zu einer rückläufigen Anpassung im Forecast geführt. Das Online-Wachstum wird nach Ansicht von Carat weiterhin einen "signifikanten Verlauf" in 2010 nehmen. 2009 dürfte Online weltweit zum ersten Mal die 10 Prozent Hürde beim Marktanteil nehmen. Für TV wird erwartet, dass der Anteil sowohl 2009 als auch 2010 global wachsen wird. Tageszeitungen und Publikumszeitschriften verlieren dagegen weiter und andere Medien bewegen sich generell eher auf flachem Niveau. ork
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