CMA zieht Werbegelder aus der Klassik ab

Dienstag, 14. Oktober 2008
CMA schaltet keine Milch-Spots mehr
CMA schaltet keine Milch-Spots mehr

Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) schichtet ihren Marketingetat um. Im kommenden Jahr wird der Berliner Verband im Segment Milch deutlich weniger für klassische Werbung ausgeben als bisher. Die neue Milch-Kampagne, die gerade von der Hamburger Agentur Scholz & Friends entwickelt wird und ab Anfang 2009 das Image des Produktes bei den Verbrauchern steigern soll, verzichtet im Gegensatz zu früheren Auftritten auf das Medium TV. "Als Folge unserer neuen Strategie werden wir im Milchsegment Etats aus der Klassik abziehen", erklärt Sprecher Lars Greve gegenüber HORIZONT.NET. "Wir konzentrieren uns in der Kommunikation stattdessen stärker auf Print-Anzeigen, Öffentlichkeitsarbeit sowie dialogorientierte und projektbezogene Maßnahmen", so Greve weiter.

Als Beispiel nennt er Verbrauchermessen wie die Grüne Woche, wo die CMA für Verbraucher noch präsenter werden will. Um wieviel geringer der Klassik-Etat im kommenden Jahr ausfällt, will Greve nicht präzisieren. Im laufenden Jahr liegt der Werbeetat bei 60 Millionen Euro.

Bei der inhaltlichen Ausrichtung der Kampagnen sind offenbar keine größeren Veränderungen geplant. So soll der bewährte Claim "Die Milch macht`s" in der Kommunikation weiter genutzt werden. Neu ist aber, dass neben den Vorzügen des weißen Fitmachers auch die Branchenleistung der Milcherzeuger stärker ins Rampenlicht gerückt werden soll. Damit reagiert die CMA offenbar auf die immer wieder aufkeimenden Proteste der Mitglieder, die sich in der Vergangenheit zum Teil wenig repräsentiert sahen.

Nichts Neues gibt es hinsichtlich der Umbenennung des Verbands. Der neue Name lässt weiter auf sich warten. "Da ist noch nichts final entschieden", so Greve. mas
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