CMA sucht neuen Namen und erhöht das Werbebudget

Freitag, 18. Januar 2008
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Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wird in diesem Jahr deutlich mehr in Werbung investieren als 2007. Wie Unternehmenssprecher Franz Rausch gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, wird dem in Bonn beheimateten Lobbyverband der Landwirtschaft 2008 ein Etat in Höhe von 60 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Gegenüber 2007, als das Budget von 100 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 40 Millionen Euro zusammengestrichen worden war, ist das ein Plus von 50 Prozent. Mit der Senkung im vergangenen Jahr hatte der Verband zum Teil auch auf Proteste der Mitglieder reagiert. Die Landwirte hatten sich zum Teil über die aus ihrer Sicht zu hohen Ausgaben beschwert, die aus Sicht der CMA-Pflicht-Beitragszahler auch auf die Werbestrategie des Verbands zurückzuführen sind. Traditionell bewirbt die CMA in einer Vielzahl verschiedener Kampagnen verschiedene Lebensmittel. Außerdem galten viele der Kampagnen als Einzelprojekte, für die verschiedene Ausschreibungen durchgeführt werden mussten.

Milch steht derzeit im Fokus der CMA-Kampagnen
Milch steht derzeit im Fokus der CMA-Kampagnen
  Um sein angekratztes Image aufzupolieren, sucht die CMA außerdem nach einem neuen Namen. Dafür sollen laut Unternehmenssprecher Rausch auch externe Kommunikationsberater konsultiert werden. Bei der Kreation arbeitet die CMA derzeit vor allem mit Scholz & Friends in Hamburg zusammen, die die Milch-Kampagnen umsetzt. Außerdem sind oder waren viele weitere Agenturen wie etwa Kolle Rebbe (Bereich Butter), ID Media (Online-Kommunikation) sowie SEA (Corporate Idfentity / Logo) bei der CMA im Boot. Für Mediaplanung ist Carat, Wiesbaden, zuständig.


Darüber hinaus will sich die CMA eine neue Struktur verpassen. Der gestern nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin bekanntgegebene neue Kurs wurde bisher erst in groben Zügen kommuniziert. Die CMA solle zum "Kompetenzzentrum für Absatzförderung" ausgebaut werden. Damit will man offensichtlich den kritikern Wind aus den Segeln nehmen, die der CMA Geldverschwendung und Ineffektivität vorwarfen. CMA-Aufsichtsrat Werner Hilse setzt stattdessen nun auf verstärkte Exporte landwirtschaftlicher Produkte. Nach HORIZONT.NET- Informationen werden auch die betroffenen CMA-Mitarbeiter erst nach und nach informiert, wie die Umstrukturierung genau aussehen wird.
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