CMA muss Etat um die Hälfte kürzen

Freitag, 06. Oktober 2006
Die CMA plant ab 2007 eine Halbierung des Budgets
Die CMA plant ab 2007 eine Halbierung des Budgets

Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) in Bonn muss ihre Aktivitäten stark einschränken. Dies ordnete der Absatzfonds der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft auf einer Sondersitzung an. "Geplant ist eine Kürzung des Etats um 50 Prozent ab 2007", so CMA-Sprecher Detlef Steinert gegenüber HORIZONT.NET. Der Absatzfonds reagiert damit auf die zunehmende Kritik an den Marketing-Aktivitäten der CMA, für die ein Gesamtetat von rund 100 Millionen Euro zur Verfügung steht. So haben CMA-Mitglieder, aus deren Zwangsabgaben die Gesellschaft zum größten Teil finanziert wird, gegen diese Praxis geklagt und Gelder zurückgehalten. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts steht noch aus. Gleichzeitig will die EU-Kommission die Beihilfen in neuen Richtlinien zur Werbung künftig als wettbewerbswidrig unterbinden.

Welche Maßnahmen betroffen sind, wird zurzeit geprüft. Genannt wurden vom Absatzfonds unter anderem Auslandsmessen, die Grüne Woche in Berlin und das Sponsoring der ARD-"Sportschau". Hier wird der Vertrag voraussichtlich bis 2007 eingehalten, danach könnte das Aus folgen. Die CMA gibt nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro jährlich für klassische Werbung aus. Bei Nielsen Media Research wurden im vergangenen Jahr Bruttoausgaben von rund 28 Millionen Euro verzeichnet. Für die CMA arbeiten unter anderem die Agenturen Media Consulta und Scholz & Friends. kj
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