CMA-Studie belegt großes Potenzial für Bio-Sortiment

Freitag, 30. November 2001

Der selbstständige Einzelhandel ist Vorreiter bei den Bioprodukten. Er prognostiziert für die nächsten zwei Jahre eine Verdoppelung des Umsatzes von derzeit 3 auf 6 Prozent und darüber. Allerdings kristallisieren sich hier zwei Typen mit unterschiedlicher Sortimentsstrategie heraus. Die einen bieten mit 405 Bioartikeln ein breiteres Sortiment an als der Durchschnitt. Und sie erwirtschaften damit einen deutlich höheren Umsatzanteil. Die anderen verhalten sich mehr als Minimalisten: weniger Vielfalt, dafür aber hohe Artikelproduktivität. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Erfolgsfaktoren von Bio-Lebensmitteln im selbstständigen Einzelhandel", die die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) und die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Auftrag gegeben haben.

Hauptmotiv für die Listung von Bioprodukten ist es, durch das Sortiment Kunden zu binden und das Profil zu schärfen. Schwierigkeiten bestehen nach Aussage der Händler jedoch im derzeit noch ungenügenden Bioangebot. Laut Studie haben 15 Prozent der selbstständigen Einzelhändler mehr Bioprodukte gelistet, als die jeweilige Eigenmarke der Handelszentrale umfasst. Nach Ergebnissen der CMA-/ZMP-Studie haben selbstständige Einzelhändler durchschnittlich 194 Bioartikel gelistet. Damit erzielen sie im Schnitt 3 Prozent Umsatz - allerdings mit deutlichen besseren Spannen als in anderen Produktgruppen. Eine eigenständige Strategie im Biobereich lässt sich aus Sicht der Studie bei den selbstständigen Händlern nicht erkennen. Vielmehr entwickeln sie ihr Sortiment in Anlehnung an die Naturkostbranche.
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