Bye by Huber Buam! Milchschnitte setzt auf Ghostbusters und Jedi-Ritter

Donnerstag, 19. Juli 2012
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Das Großreinemachen im Marketingportfolio von Ferrero geht weiter: Nach Nutella, Duplo, Kinder Maxi King und Hanuta präsentiert sich jetzt auch Milchschnitte mit einem grundsätzlich neuen Werbeauftritt und einer veränderten Markenpositionierung. Der Creme-Riegel hatte sich in der Vergangenheit über Sport-Testimonials wie den Huber-Buam oder Susi Kentikian als leichtes Naschwerk für einen aktiven Lebensstil positioniert. Jetzt steht der Familienalltag und seine spielerischen Momente im Mittelpunkt. Allerdings ist auch der nicht ohne Glamour: In der Kampagne von VCCP Berlin spielen "Ghost Busters", "Star Wars" und "Toy Story" die heimlichen Hauptrollen. "Wir sprechen in Kreativität, Inhalt und Gestaltung Eltern und junge Erwachsene an und zeigen auf humorvolle Weise die kleine Pause im Alltag", bringt Milchschnitte-Marketingleiter Dirk Voß die Strategie auf den Punkt. Mit gleich drei unterschiedlichen TV-Spot und einer Online-Verlängerung will Voss nun dafür sorgen, dass der neue Markenclaim "Frischer, Lecker, weiter" sich schnell in der Zielgruppe etabliert.

Die betreuende Agentur VCCP liefert dazu eine absolut gelungene Übersetzung. Denn die Filmzitate der von Czar Film, Berlin, produzierten Werbefilme dienen nicht dazu, die Marke Milchschnitte explizit mit großen Filmklassikern zu verbinden, sondern liefern die Basis für den spielerischen Umgang der Familienmitglieder miteinander.

So teilen sich in einem Clip ein Vater und ein Sohn die leidige Aufgabe, die gefallenen Blätter vom Rasen zu fegen. Spontan machen sie daraus einen Action-Moment aus der Komödie "Ghostbusters I".

Im zweiten Spot versucht ein Vater die allzu heftigen Laserschwert-Attacken zu beenden, indem er ihn im Stil von Darth Vader versucht, mit der Enthüllung "Ich bin dein Vater" an seine Seite zu bringen. Allerdings verspricht er ihm nicht die dunkle Seite der Macht, sondern nur eine leckere Milchschnitte. Dem humorvollen Ton der Kampagne bleibt auch der Reminder treu, in dem der junge "Jedi-Ritter" seine Schwester präsentiert bekommt. Dieser erinnert dank ihrer Kopfhörer an die spezielle Frisur, die in der Star-Wars-Trilogie das Markenzeichen von Luke Skywalkers Schwester, Prinzessin Leia, war.

Das Ferrero die Verbindung zu den bekannten Filmen nicht deutlicher herausstellt, mag vor allem damit zu tun habe, dass die verantwortlichen Filmstudios sich eine explizite Nutzung ihrer eingetragenen Markenzeichen teuer bezahlen lassen würden. Entscheidender ist aber wohl, dass ein derartiges Vorgehen von dem eigentlichen Fokus auf die Familie wieder abgelenkt hätte. cam

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