Burger King will McDonalds's multimedial die Butter vom Brot nehmen

Freitag, 07. April 2000
Themenseiten zu diesem Artikel:

Burger King Big King McDonald’s München Hamburg ARD Umsatz


Die Münchner Schnellrestaurant-Kette Burger King, die im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 525 Millionen Mark zum zweiten Mal in Folge ein Plus von 28 Prozent verbuchen konnte, will mit einer massiven multimedialen Marketingkampagne den Abstand zum Marktführer McDonald's verringern. Am heutigen Freitag geht ein humorvoller TV-Spot (Agenturen: Start, München; D'Arcy, Hamburg) in der ARD sowie den großen Privat- und Musiksendern on Air. Die Aussage: Der "Big King" habe 26 Prozent mehr Fleisch als der Big Mäc vom Erzrivalen McDonald's. Burger King stützt sich mit dieser erneut vergleichenden Werbung auf eine Studie, die das unabhängige Berliner Institut Kirchhoff durchgeführt hat. "Unsere vorherigen vergleichenden Kampagnen waren ein großer Erfolg, und wir wollten den Konsumenten das Testergebnis mitteilen", sagt Pascal Le Pellec, Marketingleiter Burger King Deutschland. Gleichzeitig fordert das Unternehmen im Internet (www.schmeckt-besser.de) zur Diskussion zum Thema vergleichende Werbung auf. Neues auch am PoS: Mit dem "King Terminal" in zunächst 28 Restaurants bietet der Bulettenbrater den Gästen kostenlosen Zugang zu den Internetangeboten diverser Kooperationspartner ("My World" von Karstadt, Net-Bank, Travelchannel, Viag Interkom, "TV Movie", Arbeitsamt). Neben den Informations- und Shoppingangeboten bietet Burger King seinen Gästen in Zusammenarbeit mit dem Free-E-Mail-Service GMX zudem die Einrichtung einer E-Mail-Adresse mit der Endung @whopper.de. Dialog und Interaktion mit dem Kunden sollen auch das monatliche "King Magazin" sowie das Instore-TV "King Channel" mit eigener Moderation, Musikclips und Entertainmant-News erreichen. Das PoS-TV, das auf dem E-Max-System – einer Kombination aus Satelliten- und Computertechnik – basiert, wurde in bisher 20 Filialen getestet und soll nun in allen deutschen Restaurants auf Sendung gehen. Burger King Deutschland eröffnete im vergangenen Jahr 48 neue Restaurants. Den Wachstumskurs will das Quick-Service-Restaurant auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Das Unternehmen zählt derzeit 223 Lokale in Deutschland, bis 2003 sollen es mit 500 mehr als doppelt so viele sein. Deutschland ist für die amerikanische Kette hinter den USA, Großbritannien und Kanada der viertgrößte Markt. Im Fiskaljahr 1998/99 erwirtschaftete die Burger King Corporation, ein Tochterunternehmen des Lebensmittelkonzerns Diageo, einen weltweiten Umsatz von knapp 11 Milliarden US-Dollar, 5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Meist gelesen
stats