Burger King investiert in die Werbung

Donnerstag, 16. April 2009

Burger King hat die Wirtschaftskrise erreicht. Im März konnte das Fast-Food-Unternehmen weniger Kunden in seine Filialen locken. Wie der Konzern mitteilt, gab es im März einen "unvorhergesehenen Rückgang beim Kundenverkehr". Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal des Geschäftsjahres, das bei Burger King im Juni endet bei 600 Millionen Dollar, ein kleines Plus von einem Prozent. In Deutschland betreibt das Unternehmen derzeit 650 Filialen. Auf den Rückgang will der MCDonald's Rivale dem Vernehmen nach mit neuen Werbemaßnahmen und Spar-Menüs reagieren.  In den ersten drei Monaten des Jahres hat Burger King seine Werbeinvestitionen laut Nielsen Media Research um 28,9 Prozent auf brutto 11,7 Millionen Euro gesteigert. Der Löwenanteil mit 8,4 Millionen Euro fließt dabei ins TV. Stammagentur ist Crispin, Porter & Bogusky.

Rückgängige Kunden sind nicht das einzige Problem, mit dem Burger King derzeit zu kämpfen hat. Das Unternehmen stellt eine in Spanien und Großbritannien geschaltete  Werbekampagne für den "Texican Whopper" ein. Die Spots und Plakate zeigen in diskriminierender Form Mexikaner mit ihrer Nationalflagge. Darüber beschwerte sich der mexikanische Botschafter in Spanien, Jorge Zemeno Infante, in einem Brief an Burger King. Mit Erfolg. Jetzt soll die Werbung künftig ohne Menschen und Flagge auskommen.

In Deutschland dagegen verliert Burger King in München einen lukrativen Standort. Die Kette fliegt aus seinem Restaurant am Münchner Flughafen zwischen Terminal 1 und Terminal 2. Der Mietvertrag mit Allresto, dem Restaurantbetreiber am Airport, läuft Ende Oktober aus. Nachmieter wird ausgerechnet Erzrivale McDonald's, der ab November auf einer Fläche von 850 Quadratmetern künftig Cheeseburger und Pommes über die Thresen schieben wird. Gerhard Halamoda, Allresto-Geschäftsführer freut sich auf seinen neuen Mieter. „McDonald's mit seinem Lifestyleambiente bereichert das München Airport Center und rundet das hochwertige gastronomische Angebot ab." Dennoch ist der Mieterwechsel zwischen den beiden Konkurrenten alles andere als normal, wie Alexander Schramm, Vorstand Development McDonald's Deutschland in der "Süddeutschen Zeitung" einräumt. "Dass wir Flächen von Burger King übernehmen, ist kein alltäglicher Vorgang."
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