Bundesministerium für Verbraucherschutz launcht Lebensmittelwarnung.de

Freitag, 21. Oktober 2011
Ilse Aigner schaltete das neue Portal heute frei
Ilse Aigner schaltete das neue Portal heute frei

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz fördert bereits das im Juli gestartete Portal Lebensmittelklarheit.de, um Konsumenten eine Informationsmöglichkeit über zweifelhafte Nahrungsmittelprodukte beziehungsweise -hersteller an die Hand zu geben. Nun gab Bundesministerin Ilse Aigner den Start von Lebensmittelwarnung.de bekannt, einem Portal, das über Lebensmittelskandale und Rückrufe informiert. Auf der Website veröffentlichen die Bundesländer Warnungen von Lebensmittelunternehmen oder zuständiger Behörden vor Lebensmitteln, die entweder gesundheitsgefährdend oder geeignet sind, den Verbraucher zu täuschen - und die sich bereits im Handel befinden. Das Ministerium kann auf dem Portal zudem vor Produkten warnen, die im Ausland vertrieben werden. Bislang hatten alle Bundesländer einzeln über Lebensmittelskandale berichtet.

"Mir ist wichtig, dass die Verbraucher noch schneller und noch umfassender informiert werden als bisher. Mit der neuen Internetseite www.lebensmittelwarnung.de erreichen wir eine Transparenz in der Lebensmittelkontrolle, die es so in Deutschland bislang nicht gegeben hat", sagte Aigner anlässlich der Vorstellung des Portals.

Dass offensichtlich Bedarf und der öffentliche Wunsch nach einer Seite wie Lebensmittelwarnung.de besteht, zeigt einmal mehr, dass die Lebensmittelindustrie in Deutschland kein hohes Vertrauen genießt. Obwohl die Verbraucher von der Qualität der Produkte deutscher Lebensmittelhersteller grundsätzlich überzeugt sind, wie die Bundesvereinigung der Deutschen Lebensmittelindustrie in einer Studie feststellte, vertrauen die Wenigsten den Informationen und Produktangaben der Hersteller. Laut einer Umfrage von Brandmeyer Markenberatung gilt dies für 63 Prozent der Deutschen. ire
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