Bundesliga ruft eigene Stiftung ins Leben

Donnerstag, 26. Februar 2009
DFL-Geschäftsführer Tom Bender übernimmt den Vorsitz
DFL-Geschäftsführer Tom Bender übernimmt den Vorsitz

Anderthalb Jahre hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) hinter den Kulissen an der guten Tat gearbeitet, nun ist es offiziell: Das oberste Organ des deutschen Profifußballs gründet eine eigene Stiftung. Den Vorstandsvorsitz übernimmt Tom Bender, gleichzeitig Mitglied der DFL-Geschäftsführung. „Die 36 Proficlubs demonstrieren seit Jahren regional und lokal ihr soziales Engagement. Nun wollen wir auch als Dachorganisation unsere Verantwortung noch stärker wahrnehmen und vor allem auf nationaler Ebene Unterstützung leisten", sagte Bender im Gespräch mit Journalisten in Frankfurt. 

Die Bundesliga-Stiftung mit einem Vermögen von 1 Million Euro wird zu gleichem Anteil von der DFL und dem Ligaverband getragen. Im Vorstand sind neben Bender Arminia-Bielefeld-Geschäftsführer Roland Kentsch und DFL-Manager Christian Müller vertreten. Außerdem der zum Geschäftsführer berufene Kurt Gaugler. Gaugler bingt langjährige Fußballbusiness-Erfahrung mit und war in der Vergangenheit unter anderem Manager bei Wacker Burghausen.

DFL-Kamapgne zu Gunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe
DFL-Kamapgne zu Gunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Finanzieren will sich die Stiftung aus vier Erlösquellen: Vertragsstrafen, Fund-Raising, Spenden sowie Partner und Sponsoren. Fußball-interne Geldstrafen, die durch den Sportgerichtshof ausgesprochen werden, fließen künftig zu einem Viertel in die Bundesliga-Stiftung - bislang wurde die Summe auf die drei vom DFB getragenen Stiftungen verteilt. „Dass die aus dem Stiftungskapital gewonnen Zinsen nicht das sind, was uns als Fördermittel vorschwebt, ist klar. Wir müssen selbst Geld erwirtschaften", so Bender. Mit konkreten Zahlen hält er sich aber zurück: „Wir wollen erst mal etwas aufbauen und schauen, was wir leisten können, bevor wir eine Zahl hinausposaunen."

Konkrete Projekte, die unter dem Stiftungsdach laufen, sind noch nicht zu benennen, aber Themen: So will die Stiftung vor allem in den Bereichen Kinder/Nachwuchs, Menschen mit Behinderungen, Integration, und Engagement für Sportler anderer Sportarten Unterstützung leisten. „Bei all diesen  Themen haben wir eine Glaubwürdigkeit. Nur so können die Menschen nachvollziehen, warum die Bundesliga-Stiftung tut, was sie tut", erklärt Gaugler. Was das Engagement für Fußball-fremde Sportler betrifft, hat die DFL mit dem Start ihrer Kampagne Sportler für Sportler bereits ein deutliches Signal gesetzt. Mit dem Auftritt (Agentur: Scholz & Friends) unterstützt das Ligaorgan die Stiftung Deutsche Sporthilfe. mh
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