Bundesliga punktet mit Fanartikeln

Mittwoch, 05. August 2009
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Richtig gute Stimmung sieht anders aus. Die Bundesliga-Manager stellen sich auf eine wirtschaftlich schwierige Saison 2009/10 ein und erwarten geringere Sponsoring-Einnahmen. Nach fünf Jahren stetiger Verbesserung erwartet die Mehrheit der Manager der 1. und 2. Bundesliga (56 Prozent) nun eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Im vergangenen Jahr hatten noch 73 Prozent eine Verbesserung der Situation prognostiziert. In der von Ernst & Young vorgelegten Studie "Bälle, Tore und Finanzen" bleibt die Grundstimmung aber positiv. Nahezu die Hälfte der in den ersten beiden Juni-Wochen befragten Manager (47 Prozent) sehen die Situation der Branche weiterhin als „gut" an und weitere 44 Prozent bewerten sie als „eher gut". An der Untersuchung der Wirtschafts- und Steuerprüfer von Ernst & Young respektive ihrer Sport-Unit Score haben Topmanager von 34 der 36 Erst- und Zweitligisten teilgenommen.

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Weitere Einzelheiten zur Studie lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 32/2009.

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Entscheidend ist aus Sicht der Clubs das wirtschaftliche Umfeld. Zwei Drittel der Manager rechnen mit negativen Einflüssen der Wirtschaftskrise auf die Bundesliga. 53 Prozent erwarten niedrigere Einnahmen als im Vorjahr. 35 Prozent gehen von gleichbleibenden Erlösen aus. 

Die Clubs stellen sich auf einen Rückgang der Einnahmen ein, vorwiegend bei Medienrechten und Sponsoring. 30 Prozent der Klubs erwarten einen Rückgang der Sponsoringeinnahmen (2008 und 2007: 10 Prozent). Nur noch 38 Prozent gehen von einem Anstieg aus (2008: 67 Prozent; 2007: 57 Prozent). Die Psychologie der Krise schlägt durch. Von den Fans wird aber kaum Konsumverzicht erwartet. So rechnet die Hälfte der Befragten mit einer Zunahme der Einnahmen aus dem Merchandising. Hier sind die Erwartungen sogar leicht optimistischer als im Vorjahr.

„Bei der Analyse der Umfrageergebnisse ist die Tatsache zu berücksichtigen, dass sich die Merchandising-Einnahmen der beiden Ligen inzwischen auf einem recht hohen Niveau bewegen und in der abgelaufenen Saison über 150 Millionen Euro an Eigenumsätzen und Lizenzeinnahmen für die 36 Vereine erbracht haben", kommentiert Peter Rohlmann, Herausgeber des "Fanartikel-Barometers", die Studie. ork
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