Bundesliga präsentiert Rekordumsatz

Donnerstag, 12. März 2009
Die Bundesliga vermeldet einen Rekordumsatz
Die Bundesliga vermeldet einen Rekordumsatz

Noch unbelastet von der Finanzkrise hat der Profifußball in der abgelaufenen Saison 2007/08 den vierten Rekorderlös in Folge erwirtschaftet. Die 36 deutschen Profi-Clubs der Bundesliga und 2. Liga erzielten einen Umsatz in Höhe von 1,93 Milliarden Euro - ein Plus von 10,7 Prozent. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Rahmen ihrer Präsentation des Bundesliga Reports heute in Frankfurt bekannt. Die Erlöse teilen sich zu 81 Prozent auf Bundesliga und 19 Prozent auf Liga 2 auf. Ein Rekordergebnis legte die DFL auch bei den Zuschauern vor: So verfolgten in der bilanzierten Saison 17,4 Millionen Menschen das Bundesliga-Geschehen in den Stadien.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wagte auch einen Ausblick: „Aufgrund bestehender Verträge gehen wir davon aus, dass die Bundesliga auch die laufende Saison weitestgehend unbeschadet überstehen wird. Wie sich die Zahlen danach entwickeln, ist noch nicht abzusehen." Insbesondere im Bereich Werbeerlöse, in dem sich die Einnahmen 2007/08 auf rund 487 Millionen Euro beliefen, könnten die Clubs aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation unter Druck geraten, so Seifert. „Das trifft den einen mehr und den anderen weniger."

Liga-Chef Christian Seifert: "Gesunder Einnahme-Mix"
Liga-Chef Christian Seifert: "Gesunder Einnahme-Mix"
Gleichzeitig verweist der Manager aber auf den „gesunden Einnahme-Mix": „Im Gegensatz zu anderen Ligen sind wir nicht so anfällig, wenn es an der einen oder anderen Stelle mal enger wird." Die 1,93 Milliarden Euro Umsatz stammen neben der Werbung (25 Prozent der Gesamterlöse) aus den Geschäftsfeldern mediale Verwertung (30 Prozent), Spielertrag (21 Prozent), Transfer (9 Prozent), Merchandising (4 Prozent) und Sonstiges (11 Prozent).

Die Marke Bundesliga kann erneut bei einem Großteil der bedeutenden Imagewerten punkten: So liegt die Markenbekanntheit bei 99 Prozent. Als Wettbewerb zieht die Bundesliga mit 94 Prozent auch weiterhin das größte Interesse unter den Fußballinteressierten auf sich: Der DFB-Pokal kommt auf 77 Prozent, die Uefa Champions League auf 76 Prozent.

Die Befragten bescheinigen der Liga zudem zu 74 Prozent guten Fußball, eine gute Organisation (64 Prozent), Spannung und Unterhaltung (jeweils 62 Prozent). „Bei einem mittlerweile globalen Entertainment-Angebot ist es enorm wichtig, dass die Liga einen derart hohen Unterhaltungswert hat", kommentierte der für Marketing und Kommunikation zuständige Geschäftsführer Tom Bender. mh
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