Bundesliga: T-Com erwägt Rückzug als Namensgeber

Freitag, 22. Dezember 2006
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Die geplante Umbenennung der Fußball-Bundesliga in T-Com-Liga wird immer unwahrscheinlicher. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat nun dem Wunsch der Deutschen Telekom entsprochen, die Frist für die Entscheidung über ein mögliches Liga-Sponsoring zu verlängern. Das Unternehmen hat nun bis zum 15. Februar 2007 Zeit, eine entsprechende Option zu ziehen. Ursprünglich sollte sich die Telekom bis zum Jahresende festlegen. "Die Entscheidung über ein Liga-Sponsoring bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Wir haben daher dem Anliegen der Deutschen Telekom gerne entsprochen", erklärt Liga-Präsident Werner Hackmann. Das T-Com-Logo prangt derzeit schon auf den Trikot-Ärmeln der Profis in der 1. und 2. Bundesliga, da die Telekom als Premium-Partner der Liga fungiert. Der Einstieg als Liga-Sponsor, der im Juni bei der Vergabe der IPTV-Rechte an die Telekom vereinbart wurde, sollte der DFL zehn Millionen Euro pro Saison einbringen.

Als Hintergrund für die verlängerte Bedenkzeit gilt der harte Sparkurs der Telekom, die ihre weltweiten Marketing-Ausgaben schon 2007 um rund 500 Millionen Euro reduzieren will. Der Umfang der Reduzierung der finanziellen Aufwendungen in Deutschland soll nach Angaben des Sport-Informations-Dienstes bei 200 Millionen Euro liegen. Bis 2010 will die Telekom in den Bereichen Marketing und Vertrieb zwischen 1,6 und 1,9 Milliarden Euro einsparen. mas

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