Bundesliga: Streit um TV-Rechte spitzt sich zu

Dienstag, 19. August 2008
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Im Streit um die Vergabe der Bundesliga-Rechte ab 2009 ist kein Ende in Sicht - im Gegenteil: Über die Presse hat DFL-Vizepräsident Peter Peters neues Öl ins Feuer gegossen. Konkret hat Peters sich darüber ausgelassen, erst in den Medien von der Ablehnung des Kompromissvorschlags - eine Art "Mini-Sportschau" im Digital-TV - erfahren zu haben. "Natürlich ist man nicht glücklich darüber, wenn man das so erfährt. Wir waren erstaunt", wird Peters zitiert.

Völliger Quatsch, meint das Bundeskartellamt.  "Natürlich haben wir die DFL über die Ablehnung des Vorschlags informiert", sagt Kartellamtssprecherin Silke Kaul gegenüber HORIZONT.NET. Es sei vielmehr so gewesen, dass die DFL ursprünglich um Geheimhaltung des Modells gebeten habe - dieser Bitte sei man nachgekommen. Erst nachdem Details durchgesickert sind und das Amt von Presseanfragen "überrannt" wurde, habe man entsprechend reagiert. Kaul: "Als Konsequenz haben wir dann die Öffentlichkeit informiert, und zwar zeitgleich mit der DFL."

Auf die angedrohte Klage der DFL wegen der Ablehnung des Vermarktungsmodells reagiert das Kartellamt gelassen. "Mir ist unklar, auf welcher Rechtsgrundlage basierend die DFL uns verklagen will", sagt Kaul. Sie sei aber gespannt.
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