Bundesliga-Rechte: DFL meldet 19 Gebote

Montag, 24. November 2008
Die Entscheidung über die Rechte könnte schon diese Woche fallen
Die Entscheidung über die Rechte könnte schon diese Woche fallen

Das Interesse an den TV-Rechten der Fußball-Bundesliga rief am Ende doch nicht so viele Bieter auf den Plan wie erwartet: Von den 39 registrierten Interessenten gab nur die Hälfte bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Gebot ab. Das teilte Ligapräsident Reinhard Rauball im Anschluss an die DFL-Mitgliederversammlung am Freitag mit. Die Meldefrist war kurz zuvor abgelaufen. Über die Bieter hüllen sich die Beteiligten in Schweigen. Eine Entscheidung wird in der Branche aber schnell erwartet - wahrscheinlich sogar schon Ende dieser Woche. Wer auch immer den Zuschlag erhält, soll im Idealfall noch vor dem Weihnachtsgeschäft mit dem Bundesliga-Paket die Werbetrommel rühren können.

Nach dem geplatzten Sirius-Deal, der der DFL Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro garantieren sollte, hofft die Liga nun mindestens den bisherigen Betrag aus ihren Medienrechten erzielen zu können: rund 409 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon steuerte bislang Premiere bei. Der Münchner Pay-TV-Sender gilt auch jetzt als der am höchsten gehandelte Kandidat für den Zuschlag.

Dank des von der DFL umgebauten Spielplans mit einem Live-Spiel am frühen Samstag Abend stünde auch wieder mehr Exklusivität auf dem Programm - was Premiere durchaus tiefer in die Taschen greifen lassen könnte. Die ARD hatte bereits verlauten lassen, nur für die Zusammenfassung - in Form der „Sportschau" - bieten zu wollen.

Premiere braucht die Bundesliga-Rechte dringend, hat aber offenbar einen ernsten Gegenkandidaten. In der Branche heißt es, dass der Disney-Sender ESPN in hohem Maße an einem breiten Einstieg in den deutschen TV-Markt interessiert ist und entsprechend hoch geboten haben soll. ESPN betreibt bereits einen Spartensender in Deutschland und hat damit einen Fuß bei den Kabelgesellschaften in der Tür. Ob sich die DFL ein halbes Jahr vor Beginn der neuen Rechteperiode auf ein solches Experiment einlassen wird, ist mehr als fraglich. mh
Meist gelesen
stats