Bundeskartellamt verdonnert Markenhersteller zu Millionenstrafe

Mittwoch, 20. Februar 2008
Nach Auffassung der Kartellwächter wurden die Preise für Palmolive mit der Konkurrenz abgesprochen
Nach Auffassung der Kartellwächter wurden die Preise für Palmolive mit der Konkurrenz abgesprochen

Das Bundeskartellamt hat deutschen Markenartiklern erneut saftige Strafen aufgebrummt. Wie die Bonner Behörde mitteilt, wurden gegen vier Hersteller von Drogerieartikeln sowie deren Vertriebsleiter Bußgelder in Höhe von insgesamt 37 Millionen Euro verhängt. Den Angaben zufolge müssen die betroffenen Unternehmen und Personen 19 Millionen Euro wegen abgestimmter Preiserhöhungen und 18 Millionen Euro wegen gegenseitigen Informationsaustauschs über den Stand der Jahresgespräche mit Einzelhändlern zahlen.

Betroffen sind die Unternehmen Henkel, Schwarzkopf & Henkel, Sara Lee und Unilever.  Die Unternehmen hatten laut Bundeskartellamt zum Jahreswechsel 2005/06 eine Anhebung der Listenpreise für Handgeschirrspülmittel der Marken Pril und Palmolive, Duschgel der Marken Fa, Duschdas und Palmolive sowie Zahncreme der Marken Signal, Dentagard und Colgate abgesprochen.

Zu dem sanktionierten Informationsaustausch sagt Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer: "Der Austausch von sensiblen Informationen über Rabattverhandlungen schränkt bereits den Wettbewerb ein und verstößt gegen deutsches und europäisches Kartellrecht."
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