Bundesbürger sehen Unternehmensfusionen eher negativ

Montag, 08. Mai 2000
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Unternehmensfusion Marktmacht TNS Emnid


Unter den Bundesbürgern grassiert die Angst vor Fusionen: Sieben von zehn fürchten die Größe und die Marktmacht eines fusionierten Unternehmens. Ganz anders die deutschen Führungskräfte und Meinungsbildner: Sieben von zehn sind davon überzeugt, dass Unternehmensfusionen vor allem gut für die heimische Wirtschaft sind, und rechnen mit positiven ökonomischen und konjunkturellen Impulsen. So lautet das Ergebnis der Umfrage "Meinungsbarometer Mergers & Acquisitions" des Bielefelder Emnid-Instituts und der Kommunikationsberatung Kohtes Klewes. Dabei wurden 250 Abgeordnete, politische Beamte, Unternehmer, leitende Angestellte und Redakteure sowie 1000 Bundesbürger und 500 Führungskräfte befragt. Laut Studie glauben 93 Prozent der Bundesbürger, dass die Arbeitnehmer bei Fusionen Angst vor dem Abbau von Arbeitsplätzen haben. Ein Faktor für die große Angst könnte die schlechte Kommunikation der Unternehmen bei Fusionen sein. So sagen 87 Prozent der Unternehmer, dass sie die Mitarbeiter zu spät informiert hätten, 86 Prozent sprachen von mangelnder Transparenz und 81 Prozent von einer fehlerhaften sowie unvollständigen Informationsvermittlung.
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