Bundesbürger bleiben pessimistisch

Freitag, 22. Februar 2002

Die Deutschen stehen der wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin skeptisch gegenüber. Seit dem Einbruch Mitte 2000 haben die Konjunkturerwartung mittlerweile fast den Tiefstand der Rezession 1992/93 erreicht. Im aktuellen "Konsumklima- und Sparklima", das die Nürnberger Konsumforscher der GfK im Auftrag der EU-Kommission erstellt haben, erreichen die Erwartungen ein Minus von 23 Zählern.

Zwar konnte der GfK-Indikator in den vergangenen beiden Monaten wieder etwas zulegen, doch die Marktforscher wollen daraus noch keine Trendwende ableiten. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und pessimistischer Einschätzungen der Wirtschaftsexperten, sei vorerst nicht mit einer Verbesserung der Konjunkturstimmung der Bundesbürger zu rechnen. Die Konsum- und Anschaffungsneigung ist seit Jahresbeginn drastisch gesunken. Ursache für die starke Abnahme der Anschaffungsneigung ist laut GfK vermutlich die Einführung des Euro-Bargeldes.

Offenbar seien nicht wenige Befragte der Ansicht, dass der Handel versteckte Preiserhöhungen durchsetzt. Angesichts der aktuellen Stimmungslage rechnet die GfK damit, dass von den privaten Hasuhalten in diesem Jahr nur verhaltende Impulse ausgehen werden. Die GfK erstellt aufgrund von Interviews mit Verbrauchern monatlich die Studie "GfK-Wirtschaftsdienst Konsum- und Sparklima". Für die Januar-Erhebung wurden rund 2.500 repräsentativ ausgewählte Personen unter anderem nach ihrer Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage gefragt.
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