Bruttowerbemarkt wächst langsamer

Mittwoch, 10. Oktober 2007
Rechnet mit Wachstum im 4. Quartal: Nielsen-Chef Ludger Wibbelt
Rechnet mit Wachstum im 4. Quartal: Nielsen-Chef Ludger Wibbelt

Die ersten neun Monate des Jahres bescherten den klassischen Medien laut Nielsen Media Research eine Steigerung der Bruttowerbeaufwendungen um 4 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Somit errechnet Nielsen eine Bruttoplus von 564 Millionen Euro. Nachdem besonders die ersten beiden Quartale für einen satten Zuwachs gesorgt hatten, war das 3. Jahresviertel von einem leichten Wachstum geprägt. Auch in unmittelbarer Zukunft hält der Aufwärtstrend an. "Für das 4. Quartal erwarten wir ebenfalls wieder ein leichtes Wachstum und dementsprechend eine insgesamt positive Jahresentwicklung des Bruttowerbemarktes - das fünfte Jahr in Folge", prognostiziert Nielsen Media Research-Geschäftsführer Ludger Wibbelt.

Werbestärkste Branche blieben die Handelsorganisationen, die von Januar bis September zusätzlich 63 Millionen Euro in die Werbung investierten. Obwohl die Discounter weniger warben, stiegen die gesamten Werbeaufwendungen der Branche auf gut 1,285 Milliarden Euro.

Die Automobilbranche verzeichnete den höchsten Zuwachs an Bruttowerbeaufwendungen. Gründe laut Nielsen: der Versuch, die Absatzdelle bei den Modellen zurückzufahren, Mehrwertsteuererhöhung und die Debatte um CO2-Grenzwerte.

Die Telekommunikationsbranche fuhr ihre Werbeaufwendungen dagegen um 46,4 Millionen Euro zurück.

Vom Radio bis zur Tageszeitung: Die klassischen Medien konnten sich über Zuwächse in ihren Werbeerlösen freuen. Lediglich Publikumszeitschriften und Fachtitel konnten von diesem Trend nicht profitieren. Nielsen sieht als Grund den Rückgang der Werbung durch die Medienbranche selbst. tk

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