Bruttowerbemarkt schwächelt im April / Aldi rutscht aus den Top-Ten

Freitag, 11. Mai 2012
Aldi rutscht aus den Top-10
Aldi rutscht aus den Top-10

Von Januar bis April ist der Bruttowerbemarkt um 2,3 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gewachsen. Allerdings könnte das Ergebnis noch positiver sein, wenn der April nicht geschwächelt hätte. Im vergangenen Monat haben die Unternehmen ihren Werbedruck leicht um 0,8 Prozent reduziert. Das zeigen die aktuellen Zahlen von Nielsen. Für die einzelnen Mediengattungen hat das unterschiedliche Folgen. Nach wie vor am wachsen sind TV (Plus 5,6 Prozent/3,5 Milliarden), Internet ( Plus 16,3/837 Millionen), Radio (Plus 5 Prozent/470 Millionen) und Kino (Plus 3,8 Prozent/24 Millionen). Dagegen setzt sich bei den Tageszeitungen der Sinkflug weiter fort. Spendings in Höhe von 1,62 Milliarden Euro bedeuten erneut einen Einbruch von knapp 6 Prozent.  Die Publikumstitel verlieren 3,4 Prozent und erzielen Umsätze von 1,1 Milliarden Euro. 

Dagegen können sich die Fachzeitschriften fast schon als stabil erachten. Die Titel kommen mit einem Minus von 0,8 Prozent und Einnahmen von 140 Millionen Euro noch mit einem blauen Auge davon. Out of Home verliert hingegen auf Bruttobasis mit 392 Millionen gegenüber dem Vorjahr 1,2 Prozent.

Werbestärkste Branche bleibt - allen Unkenrufen von einer sich eintrübenden Autokonjunktur zum Trotz -  die PKW-Hersteller. Rund 560 Millionen Euro bedeuten in den ersten vier Monaten ein Plus von 11,4 Prozent. Noch stärker legen die Smartphone-Hersteller zu. Investments von 50 Millionen Euro entsprechen einem Plus von 31 Prozent. Das könnte sich angesichts der anstehenden Modell-Launches des Samsung Galaxy S3 und dem wahrscheinlichen Start des iPhone 5 im Sommer weiter fortsetzen. Dagegen spart der Handel weiter. Um knapp 28 Prozent haben die Media Markt, Saturn, Lidl, Aldi und Co ihre Spendings reduziert. Allein der Ingolstädter Elektronikriese Media-Saturn reduzierte den Druck in den Medien um 41 Prozent auf  rund 91 Millionen Euro. Lidl  - vor allem im Radio nach wie vor präsent - reduzierte ebenso um rund 5 Prozent auf knapp 18 Millionen. Damit liegen die Neckarsulmer auf Platz 10 der Werbungtreibenden und im Ranking damit vor Aldi. Die Könige des Discounts sind erstmals seit Jahren nicht in den Top Ten der Werbungtreibenden vertreten. An deren Spitze steht nach wie vor Procter & Gamble.  152 Millionen Euro entsprechen allerdings einem Minus von knapp 5 Prozent. mir
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