Bravo-Studie: Jugendliche schätzen redaktionell eingebundene Werbung

Montag, 22. Oktober 2007

Jugendliche ordnen den einzelnen Mediengattungen klare Alleinstellungsmerkmale zu. Dies ist das zentrale Ergebnis der Studie "Bravo Faktor Jugend", die Bauer Media nunmehr zum neunten Mal durchgeführt hat. Laut der Untersuchung, die erstmals qualitativ angelegt ist, erfüllt Print für Jugendliche mehrere Funktionen - vom glaubwürdigen Ratgeber über den Trend-Informanten bis hin zum Gesprächsstoff-Lieferanten in der Zielgruppe. TV dient der Emotionalisierung und liefert Inhalte zum Mitredenkönnen, Internet und Handy wiederum werden von den Kids hauptsächlich als Kommunikationsmedium innerhalb ihrer Peer-Group genutzt.

Auch die Erwartungen an Werbung variieren zwischen den Mediengattungen. In Print sind Nutzwert und redaktionell vermittelte Botschaften besonders gefragt - etwa durch Co-Branding oder Gewinnspiele. "Die Marke muss aber klar als Absender auftreten", erteilt "Bravo"-Anzeigenleiterin Anja Visscher mit Verweis auf die Studienergebnisse jeglicher Schleichwerbung eine Absage. Bei Werbung in TV und Internet steht Unterhaltung im Vordergrund.

Grundsätzlich schätzen Kids Werbung, die humorvoll und originell ist, die ihre Alltagssituationen wiederspiegelt und trotzdem ihre Stars zeigt, die sich aber in der ästhetischen Gestaltung bereits an der Erwachsenenwelt orientiert. Grundlage der Studie "Bravo Faktor Jugend 9" sind Einzelgespräche und Diskussionen mit 36 Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren (Umsetzung: Diffferent, Berlin). rp

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