Brasilien: Umstrittene Spots mit Top-Model Gisele Bündchen werden nicht verboten

Freitag, 14. Oktober 2011
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Unterwäsche Frauenministerium Brasilien Spiegel Online


Top-Model Gisele Bündchen darf im brasilianischen Fernsehen weiterhin das tun, was sie mit am besten kann: In Unterwäsche gut aussehen. Die Werbeaufsichtsbehörde in dem südamerikanischen Land hat einen Antrag des Frauenministeriums zurückgewiesen, wonach eine Spot-Reihe mit dem bestbezahlten Model der Welt sexistisch sei und deswegen verboten werden müsse.

Die brasilianischen Politikerinnen hatten argumentiert, die Kampagne transportiere "das falsche Vorurteil von Frauen als Sexobjekten und ignoriert die erzielten Fortschritte im Kampf gegen Sexismus", wie Spiegel Online zitiert. In drei Spots für das Unterwäsche-Label Hope Ensina versucht Bündchen, ihren fiktiven Ehemann mit ihrer leichten Bekleidung von diversen Fehltritten wie einem kaputten Auto, einer überzogenen Kreditkarte oder dem Einzug der Mutter in die gemeinsame Wohnung abzulenken.

Nun urteilte die Werbeaufsichtsbehörde, die in den Spots gezeigten Stereotype seien für den Zuschauer als solche erkennbar und würdigten Frauen daher nicht herab. ire
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