Brandenburger Tourismuswirtschaft gegen Fremdenhaß

Freitag, 07. August 1998

Mit einer Werbeaktion will die Tourismuswirtschaft in Brandenburg versuchen, durch rechtsextreme Gewalttaten abgeschreckte Touristen wieder ins Land zu locken. Mit Plakaten, Buttons und Aufklebernunter dem Motto "Brandenburg ist fremdenfreundlich" sollen Hotels und Gaststätten sich künftig gegen Ausländerfeindlichkeit bekennen und Besuchern zeigen, "daß sie herzlich willkommen sind", sagte Gerd Franzen vom Verein der Brandenburgischen Tourismuswirtschaft. Nach alarmierenden Meldungen über brutale Überfälle auf Ausländer sind die Übernachtungen ausländischer Touristen in dem Land nach Angaben Franzens im ersten Halbjahr 1998 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 156.000 zurückgegangen. Der Tourismus sei einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren für die Zukunft des Bundeslandes.
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