Blush fordert die Hauptstadt der Dessous heraus

Donnerstag, 15. Dezember 2011
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Das Modelabel Blush nutzt mit Vorliebe politische Debatten für seine Werbung. Nun haben die Berliner wieder zugeschlagen: Blush überträgt das Führungsgerangel in der Europäischen Union zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy in die Welt der Unterwäsche.

Wie? Ein leicht bekleidetes Blush-Model läuft durch das winterliche Paris. Die Reaktionen der Passanten hielt die Produktionsfirma Glassfilm um Regisseur Christian Aeby in dem Video "Pardon Paris!" fest, das seit wenigen Tagen auf Youtube zu sehen ist. "Die vielen Blicke - so etwas kann man nicht casten, nur machen", sagt Aeby. Die Idee für das Video stammt von Blushs Stammbetreuer Glow.

Mit dem Spot wagt Blush eine kleine Majestätsbeleidigung: In Frankreich werden jedes Jahr gut 13 Milliarden Euro mit Unterwäsche umgesetzt. In der Blush-Heimat Berlin sind es derzeit etwas mehr als 3 Milliarden. Der provokante Spaziergang durch Paris soll in diesem Zusammenhang wie ein symbolischer Berliner Angriff auf die Dessous-Hauptstadt wirken. Entsprechend aufreizend hält das Model auf einer viel befahrenen Kreuzung ein Schild mit der Aufschrift "All eyes are on Berlin" in den Händen.

Ob demnächst auch die Briten, die sich auf dem EU-Gifpel vergangene Woche vom Rest der Staatengemeinschaft distanzierten, nun auch ihr Fett weg bekommen, lässt Blush derzeit noch offen. Eine Fortsetzung der Kampagne schließt das Modelabel jedoch nicht aus.

In der Vergangenheit machte Blush bereits mit mehreren herausfordernden Kampagnen auf sich aufmerksam. Zuletzt nahm das Unternehmen Medienmogul Rupert Murdoch wegen des Abhörskandals um seine Boulevardzeitung "News of the world" aufs Korn. ire
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