Black Power: Afri-Cola fordert Coke zum Weihnachtsmann-Duell heraus

Montag, 26. November 2012
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Es ist eine seit den 30er Jahren international gelernte Praxis: Die Uniform des Weihnachtsmanns hat rot-weiß zu sein und sein Lieblings-Kaltgetränk heisst Coca-Cola. Damit will der deutsche Herausforderer Afri-Cola Schluss machen und bietet mit einem eigenen, schwarz-weißen Nikolaus diese Weihnachten eine Alternative zum rot-weißen Santa Claus aus Atlanta. Die Werbemedien haben von dem Herausforderer allerdings deutlich weniger Geschenke zu erwarten: Während Coca-Cola seine Weihnachtskampagne mit einer TV-Kampagne, dem Trucktour-Event und auf weiteren Werbekanälen bewarb, beschränkt sich die von Agencyteam Stuttgart kreierte Afri-Cola-Kampagne auf einen Facebook-Auftritt, Anzeigen in Szene-Magazinen sowie PR-Arbeit. Afri-Cola-Marketingmanagerin Helga Peter ficht die Ungleichheit der Waffen allerdings nicht an: "Wir haben nicht den Weihnachtsmann erfunden, aber unser Nikolaus ist dafür schön, schwarz und stark, wie Afri eben. Und das Beste: für die treuen Facebook Fans hat er den Sack voller Geschenke." Primäres Ziel der Aktion, die in Deutschland und Österreich beworben wird, dürfte die Steigerung der Facebook-Zahlen sein. Agencyteam-Geschäftsführer Gerhard Fischbach macht aus der strategischen Bedeutung der Social-Community kein Geheimnis und nennt sie "ein wichtiger Kanal, um direkt mit der Zielgruppe der Kult-Cola in den Dialog zu treten."

Die Bedeutung ist umso höher, als auf Facebook Markenseiten mit hohem Fan-Engagement durchaus gegen Konkurrenten mit größerer Mediapower bestehen können. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die dialogorientierte Kommunikation über Facebook zur Marketing-Priorität deklariert. Dazu müssen allerdings erst einmal die Fanzahlen steigen. Mit einer Zahl von aktuell 13.609 Fans liegt Afri-Cola für eine traditionsreiche Kultmarke noch auf einem eher bescheidenen Niveau. cam
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