Best Global Brands: Apple rückt Coca-Cola auf die Pelle

Dienstag, 02. Oktober 2012
Apple ist der große Gewinner im Ranking Best Global Brands
Apple ist der große Gewinner im Ranking Best Global Brands
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Apple Interbrand Pelle Im IBM Pelle Markenranking Coca-Cola



Im vergangenen Jahr schaffte Apple erstmals den Sprung unter die Top 10 des Best Global Brands. In diesem Jahr macht die Marke mit einem satten Plus von 129 Prozent fast Coca-Cola den ersten Platz im Markenranking von Interbrand streitig. Mit einem Wert von 76,6 Milliarden US-Dollar landet der Technologieriese nur knapp hinter der Kultbrause, die zum 12. Mal hintereinander den ersten Platz belegt, diesmal mit knapp 78 Milliarden US Dollar. Das Trio der wertvollsten Marken komplettiert IBM mit 75,5 Milliarden Euro.

Die weltweit wertvollsten Marken nach Markenwert im Jahr 2012 (in Milliarden US-Dollar)

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Trotz der unsicheren globalen Wirtschaftslage konnte der Interbrand-Eliteclub seinen Gesamtwert um zehn Prozent auf 1,38 Billionen US-Dollar steigern. „Indem der globale Wettbewerb immer weiter zunimmt und viele Wettbewerbsvorteile, wie Technologien gleichzeitig immer kurzlebiger werden, nimmt die Bedeutung der Marke für die Steigerung des Unternehmenswertes stetig zu˝, erklärt Jez Frampton, Global Chief Executive Officer von Interbrand.

Doch davon profitieren nicht alle Marken gleichermaßen. Beispiel Microsoft: Der Softwareriese verliert beim Markenwert mit rund 58 Milliarden US-Dollar zwei Prozent. Was in Richmond allerdings heftigere Schmerzattacken auslösen dürfte: erstmals in der Geschichte des Rankings hat sich Google auf Platz 4 mit rund 70 Milliarden vor Microsoft platziert. Erstmals im Top-100- Ranking ist Facebook vertreten. Trotz des vermasselten Börsenstarts und der Unklarheit über deren Geschäftsmodell, schafft es die Plattform erstmals auf Platz 69 mit 5,41 Milliarden US-Dollar. Und Facebook ist nicht der einzige Neuling im Ranking. Mit Pampers, Mastercard, Prada und Kia schaffen es vier weitere Brands den Aufstieg in das Ranking. Zudem kehrt Ralph Lauren nach 2009 wieder in die Riege der Topmarken zurück.

Markenwert der wertvollsten deutschen Marken im Jahr 2012 (in Milliarden US-Dollar)

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Nicht mehr zu den Best Global Brands zählt hingegen Nivea, im vergangenen Jahr noch auf Platz 87. Dagegen haben es neun deutsche Marken geschafft. Und vor allem die Autobauer agieren hervorragend. Zwar ist laut den Berechnungen von Interbrand Toyota die wertvollste Automarke der Welt mit 30,2 Milliarden Euro. Aber schon knapp dahinter parkt auf Platz 11 als stärkste deutsche Marke Mercedes-Benz. Mit einem Markenwert von 30,1 Milliarden US-Dollar stehen die Stuttgarter vor BMW mit 29 Milliarden US-Dollar auf Platz 12. Volkswagen klettert mit 9,3 Milliarden Dollar auf Rang 39. Audi verbessert sich um vier Plätze und sichert sich mit 7,2 Milliarden Rang 55. Auch Porsche (Platz 72) konnte seinen Markenwert steigern, um 12 Prozent auf 5,1 Milliarden. Den stärksten Zuwachs bei den Autobauern erzielen BMW und Volkswagen mit jeweils 18 Prozent.

Der Grund für den Erfolg, liegt für Cassidy Morgan auf der Hand. "Die deutschen Autobauer haben sich in den letzten Jahren als sehr flexibel und reaktionsfähig auf die sich stark verändernde Marktsituation erwiesen", sagt der CEO von Interbrand Central and Eastern Europe. Und das gilt auch für SAP. In Walldorf dürfte die Freude über den Titel drittstärkste deutsche Marke (Platz 25/ 15,64 Milliarden US Dollar) allenfalls dadurch getrübt werden, dass die Softwareschmiede diesmal hinter Dauerrivale Oracle gelandet ist (Platz 18/22,1 Milliarden US-Dollar). Adidas steigert sich auf Platz 60 im Jahr der Olympischen Sommerspiele um 9 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar. Allianz zeigt sich von der Finanzkrise unbeeindruckt und steigert den Markenwert um 16 Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar. Siemens hingegen landet zwar auf Platz 51, muss aber beim Markenwert mit 7,5 Milliarden US-Dollar einen Rückgang von fünf Prozent verkaften. Das dürfte dem ein oder anderen Entscheider in der Autobranche durchaus als warnendes Beispiel dienen, gerade vor dem Hintergrund einer sich abkühlenden Konjunktur, findet Cassidy: "Deutsche Marken, die international tätig sind, müssen auch die richtige Balance zwischen globaler Ausrichtung und "German Heritage" finden.“ mir
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