Beiersdorf will mit den Kernmarken wachsen

Donnerstag, 10. Dezember 2009
Beiersdorf-Vorstandsvorsitzender Thomas-B. Quaas
Beiersdorf-Vorstandsvorsitzender Thomas-B. Quaas

Ungeachtet der Finanzkrise sieht der Hamburger Konsumgüterriese Beiersdorf weiterhin Wachstumspotenzial. „Wir konzentrieren uns auf den Ausbau unserer globalen Marken Nivea, Eucerin und La Prairie", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas-B. Quaas im Interview mit Dow Jones Newswires. Vor allem der Marke Nivea misst Quaas noch erhebliches Entwicklungspotenzial zu. „Bei Nivea sind wir erst am Anfang und sehen international noch erhebliche Geschäftsmöglichkeiten in den nächsten 20 Jahren", sagte er. Diese zu realisieren sei einfacher, risikoärmer und kostengünstiger als der Aufbau neuer Marken. Gerade in nicht deutschsprachigen Ländern sei die Produktvielfalt von Niveau noch nicht so bekannt. Dies will der Konzern durch individuell auf die Regionen abgestimmte Marketingkampagnen verbessern und legt dabei besonderes Augenmerk auf China.

Die weltweite Wirtschaftskrise hat der Hamburger DAX-Konzern bislang verhältnismäßig gut überstanden. Umsatz und EBIT sollen 2009 nur "leicht" unter Vorjahr liegen. Für das kommende Jahr hält Quaas Steigerungen wieder für möglich. Dazu soll auch die an erster Stelle gesetzte Expansion des Hautpflegegeschäfts beitragen. Insgesamt sieht er Beiersdorf besser aufgestellt als den Wettbewer - eine große Wachstumsdynamik traut er der Konsumgüterbranche jedenfalls nicht zu: „Es wird einige Jahre dauern, bis der Markt die alten Wachstumsraten von 3 oder 4 Prozent wieder erreichen wird." mh
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