Beiersdorf pflegt Florena mit Markenrelaunch

Freitag, 01. Oktober 2010
Forena wirbt vor allem in Print und Online.
Forena wirbt vor allem in Print und Online.

Beiersdorf hat seine Naturkosmetik-Marke Florena einen Relaunch verpasst. Den neuen Auftritt begleitet der Hamburger Konsumgüterriese mit einer Kampagne in Print und Online sowie einem neuen Claim. Unter dem Slogan „Florena. Natur hautnah erleben" tritt die  künftig frischer und jünger auf.  Damit setzt die gerne als "Nivea des Ostens" titulierte Marke konsequent den Weg fort, den sie 2007 eingeschlagen hat. Nach der Neupositionierung folgte 2009 die Präsentation einer Natur-Guideline für die Gesichtspflege. Jetzt stellt Florena alle 37 Produkte für Frauen auf die Natur-Guideline um. Unter anderem bedeutet das den Verzicht auf künstliche Farbstoffe, Mineralöle und Silikone. „Das ist für unsere Kunden relevant", sagt Erik Boldt, Markengeschäftsführer Florena. Auf den Printmotiven, die das Unternehmen ab Oktober in Frauen- und Lifestyletiteln schaltet, stehen folglich Produkte und Natur-Guideline im Vordergrund. „Wir denken, dass uns diese Strategie sehr stark differenzieren wird", erklärt der Marketer.

Dazu dürfte auch die Internetstrategie ihren Teil beitragen. Florena intensiviert den Dialog mit den Kunden. "Wir verprechen uns hier Impulse Richtung Produktentwicklung und noch mehr Nähe zum Verbraucher", erklärt Boldt. Neben einem Corporate Blog, der überarbeiteten Homepage, die am 15 Oktober live geschaltet wird, und einer Facebook-Fanpage soll vor allem Mein.florena.de mit seinen 60000 personalisierten Nutzerdaten als Kommunikationszentrale ausgebaut werden. So fordert die Marke User auf einer Microsite dazu auf, ihre schönsten Plätze in der Natur in Videos, Bildern und Texten zu veröffentlichen. Auf den Einsatz von TV verzichtet Florena dagegen aus Budgetgründen. Der Etat umfasst einen siebstelligen Euro-Betrag

Die Kreation der Kampagne stammt von Draft FCB. Zudem sind noch Faktor 3 und die Deutsche Tele Markt beteiligt. Komplettiert wird das Ganze von einem Verpackungsrelaunch. Neue Produktformen und Darstellungen sollen die Marke am PoS hervorstechen lassen. Die Packmittel sind recyclebar, frei von Schwermetallen und halogenierten Verbindungen wie etwa PVC. Zudem verzichtet das Unternehmen auf die Beipackzettel. Als ein Verlust an Information empfindet das Erik Boldt nicht. "Wir haben genug Kommunikationsfläche am Produkt, um das auszusagen, was wir wollen." 12 Tonnen Kunststoff und neun Tonnen Papier spart das Unternehmen so, letzteres entspricht der Fläche von 14 Fußballfeldern.

Konzipiert hat das neue Packaging Lothar Böhm in Hamburg. Doch damit ist Florena noch lange nicht am Ende. 2011 kommt mit der Umstellung der Männerkosmetik die nächste kommunikative Welle. mir
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