Beiersdorf kündigt höhere Marketing-Ausgaben für Nivea an

Mittwoch, 10. Januar 2007

Die Restrukturierung der Consumer-Sparte samt der Kernmarke Nivea hat das Beiersdorf-Ergebnis erwartungsgemäß belastet: Vor Steuern kosteten die Maßnahmen wie Werksschließungen und Personalabbau im vergangenen Jahr etwa 120 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis schrumpfte laut den vorläufigen Jahreszahlen demnach von 531 Millionen Euro im Vorjahr auf 470 Millionen Euro. Ohne diesen Effekt wäre es auf 590 Millionen Euro gestiegen. Dennoch will das Hamburger Unternehmen an seinem Kurs festhalten und die hauptumsatzbringende Consumer-Sparte den Marktentwicklungen anpassen. 2006 trug die Sparte mit 4,33 Milliarden Euro den Löwenanteil zum Gesamtumsatz in Höhe von 5,12 Milliarden Euro (plus 7,2 Prozent) bei. Zu den Maßnahmen zählt insbesondere die Neupositionierung der Marke Nivea. Grund: der harte Preiskampf im Kosmetikmarkt, der zunehmend den Druck der Discounter zu spüren bekommt. In den kommenden Jahren will Beiersdorf die Marketing-Ausgaben für sein Zugpferd überproportional zum Umsatz ausdehnen und die Marke vor Wertverlust schützen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Budget soll unter anderem in "Nivea-Häuser" fließen, in denen Wellness und Schönheitspflege angeboten werden. Ein solcher Markenshop steht bereits seit Frühjahr 2006 in Hamburg (HORIZONT 16/2006). mh

Meist gelesen
stats