Behavioral Marketing ist für die meisten Marketer ein Fremdwort

Dienstag, 02. April 2013
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Fast die Hälfte der Deutschen will keine Unternehmensinformationen erhalten. Gar 58 Prozent fühlen sich von der Menge an Informationen erschlagen. Um das zu ändern, müssten die Verbraucher individuell zugeschnittene Angebote bekommen, meint Silverpop. Behavioral Marketing sei die Lösung, behauptet das Münchner Unternehmen und sieht sich durch eine eigene Studie bestätigt. Im Rahmen der repräsentativen Untersuchung befragte Forsa in einem ersten Schritt 1000 Verbraucher aus Privathaushalten
 und interviewte 102
 Marketing-Verantwortliche aus Unternehmen. Fast 90 Prozent der Marketers sind danach zwar überzeugt, dass
 individuelle Kommunikation bedeutsamer wird. Die Praxis aber zeigt, dass es mit der Umsetzung hapert.

Nur 17 Prozent passen
 ihre Inhalte und Angebote gezielt für einzelne Verbraucher an, rund 70 Prozent schneiden sie traditionell auf 
Zielgruppen zu. Lediglich ein gutes Viertel der 
befragten Marketingverantwortlichen nutzt das Offline-
 (Filialeinkäufe, Nutzen von Coupons) und Online-Verhalten von Konsumenten, um eigene Inhalte zu entwickeln. 62 Prozent
 der Marketer kennen nicht einmal den Begriff "Behavioral Marketing".

Die Individualisierung von Marketingkommunikation setzt zudem Wissen über die Adressaten voraus. Doch laut der Studie sind 76 Prozent der Verbraucher nicht dazu bereit, persönliche
 Daten preiszugeben oder Zugriff auf ihre Profile in sozialen Netzwerken zu
 gewähren. Silverpop empfiehlt daher, in den Beziehungsaufbau mit den Konsumenten zu investieren. "Unternehmen müssen angesichts der verbreiteten Skepsis
 gegenüber Datenschutz zunächst einmal Vertrauen aufbauen", sagt Sebastian Hölzl, Director Marketing Strategy Europe bei
 Silverpop. "Nur durch
 Vertrauen und Aufklärung lässt sich Marketing verändern und vom 
Störfaktor zur Basis für stabile, vertrauensvolle Kundenbeziehungen
 entwickeln."

 Eine Basis dafür: Von der Hälfte der Verbraucher, die Marketing gegenüber aufgeschlossener sind,
 wünschen sich immerhin 35 Prozent 
personalisierten Content, der auf die eigenen Interessen
 abgestimmt ist. fo
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