Bayer Leverkusen forciert Social-Web-Aktivitäten

Freitag, 01. Oktober 2010
Marketingchef Sprink: Zielgruppen verabschieden sich aus dem "Web 1.0"
Marketingchef Sprink: Zielgruppen verabschieden sich aus dem "Web 1.0"

Der Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen baut seine Präsenz im sozialen Netz aus. Mit Beginn der laufenden Spielzeit hat der Club eine Facebook-Seite sowie einen Twitter-Kanal gelauncht. Die erste Bilanz: 2864 Freunde und rund 400 Follower. „Wir glauben, dass das Social Web immer wichtiger wird und man als Verein dort vertreten sein muss. Dies auch gerade vor dem Hintergrund, dass sich bestimmte Zielgruppen zunehmend aus dem „Web 1.0" verabschieden", sagt Meinolf Sprink, Kommunikations- und Marketingdirektor bei Bayer 04. Zudem sei die Interaktion mit den Fans ein treibender Faktor, den man als Fußball-Bundesligist berücksichtigen müsse. Die Gesamtbilanz der Bundesligisten im Social Web liest sich verhalten - jedenfalls, was die Präsenz betrifft. Zu Saisonbeginn hatte noch immer ein Drittel der Bundesligisten keine eigene Facebook-Seite (gezählt wurde in der Kategorie „Sportmannschaften"). Die Anzahl von „Freunden" variiert stark von vierstellig bis an die 200.000 - gleiches gilt für die selbst organisierten Fan-Gruppen auf Facebook. In der Übersicht der Agentur pr://ip, die HORIZONT diese Woche veröffentlicht hat, schneidet der FC Bayern München auf den gängigen Social-Web-Plattformen am besten ab. Die Youtube-Videos beispielsweise wurden bis zum Stichtag Anfang September 7,8 Millionen Mal abgerufen.

Bayer Leverkusen hingegen hat sich bewusst gegen einen Youtube-Kanal entschieden. „Wir wollen die Zugriffsraten auf die eigene Website durch die TV-Beiträge weiter nach oben  treiben. Dies ist uns auch sehr gut gelungen", sagt Sprink. "Wir haben die Visits auf Bayer04.de in den vergangenen zwei Jahren verdoppeln können und liegen derzeit bei rund 600.000. Ganz klar sind die TV-Bilder der Treiber". Die Videobeiträge teast Bayer dafür auch auf dem Facebook-Profil an.

Primär steht für den Club der Kontakt zu den Fans im Zentrum der Social-Web-Aktivitäten. Sprink: „Die Monetarisierung schwebt sicherlich bei den Vereinsverwantwortlichen in den Köpfen, doch muss man sehr vorsichtig mit diesem Aspekt umgehen, da die Fans hier auch allergische Reaktionen zeigen." Dennoch würde es in Zukunft „samte" Modelle geben.

Die Übersicht über die Social-Web-Aktivitäten der Bundesligisten finden Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 39/2010. Die zugrundeliegenden Daten stammen von Anfang September. In der Tabelle wird Bayer - fälschlicherweise - noch ohne Twitter-Account aufgeführt. mh
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