Bauern ärgern CMA mit Gewinnspiel

Mittwoch, 23. Januar 2008
Die CMA gerät unter Beschuss
Die CMA gerät unter Beschuss

Kaum hat die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) ihre Neuausrichtung beschlossen, machen sich Teile der Branche schon über die Namenssuche der CMA lustig. Dabei spielen sie auf die verpflichtend eingezogenen Gebühren an - und verulken auch den Deutschen Bauern Verband, den Hauptgesellschafter der CMA. Zuletzt gab die CMA bekannt, ihr Budget für Marketingmaßnahmen von 40 auf 60 Millionen Euro zu erhöhen. Auch wenn die Namenssuche noch ganz am Anfang steht, hat die Initiative Absatzfonds-abschaffen auf ihrer Website bereits den ironischen Startschuss für eine Umbenennung gegeben.

Hintergrund der Sticheleien ist der Streit darüber, ob die seit 1969 zwangsweise von den Betrieben der Branche abgeführten Beiträge an den Absatzfonds rechtmäßig sind. Aus diesem Topf wird auch die CMA gespeist, die wiederum eine Vielzahl von Kampagnen für verschiedene Lebensmittel initiierte. Nun muss sich die gerade erst im Umbau befindliche CMA Vorschläge gefallen lassen, sich in "Conglomerat ausgedienter Agrarexperten" umzubenennen.

Bis 24. März nehmen die rebellischen Bauern noch Vorschläge für einen neuen Namen für die CMA entgegen. "Auch Profis dürfen sich bewerben", so Geflügelzüchter und Initiator Georg Heitlinger gegenüber HORIZONT.NET. Allerdings verweist er darauf, dass der ausgelobte Preis nicht ganz den Erwartungen der Kreativen entsprechen dürfte. "Wir vergeben einen Lichtschalter." Einen neuen Claim haben die Landwirte auch schon kreiert:"CMA-Der letzte macht das Licht aus." tk Mehr zum Thema CMA lesen Sie in der am morgigen Donnerstag erscheinenden HORIZONT 04/2008.

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