Banking 2.0: Finanzgeschäfte im Dialog

Donnerstag, 16. April 2009

Während klassische Finanzinstitute mit Imagekampagnen den Ruf aufpolieren, sehen Anbieter wie Fidor oder Smava den Vertrauensverlust weiter Teile der Branche als Chance, um mit den Prinzipien des Web 2.0 beim Kunden zu punkten. Mit Banking 2.0 gewinnen Mitbestimmungs- und Mitverdien-Elemente an Fahrt. Fidor (Slogan: „Gemeinsam mehr Geld“, kurz Gemege) setzt beispielsweise nicht nur auf häufig beschworene Transparenz, sondern auf Dialog und Teilhabe. Auf der noch als Beta-Version apostrophierten Plattform Fidor Community Banking können Kunden über ein Bonusprogramm an Erlösen partizipieren, die durch Aktivitäten in den Communities, Abschluss von Transaktionen und Weiterempfehlungen generiert werden.


In der Finanzcommunity Gemege.fidor.de können Kunden zudem Geldfragen an über 800 Experten im Netzwerk oder andere User stellen und die Berater sowie Finanzprodukte bewerten. Gleichzeitig öffnet sich das Management dem Dialog via Blog, Xing, Facebook und Twitter.

Bereits seit zwei Jahren verfolgt Smava (Smart Value) einen Peer-to-Peer-Ansatz und verhilft online zu Krediten von Mensch zu Mensch. Inzwischen ist Smava mit knap 8 Millionen Euro vermitteltem Kreditvolumen die führende Kreditbörse im deutschen Web. Monatlich werden rund 100 Kredite angefragt. Tendenz steigend.

Denn das Portal beobachtet eine deutliche Steigerung der Kreditnachfrage bei Selbstständigen, die die Zurückhaltung der Banken zu spüren bekommen. Auch Smava bietet mit Blog, Forum und Twitter_Account auf breiter Ebene Anknüpfungspunkte zum Dialog. ork
Mehr zum Thema in der HORIZONT-Ausgabe vom 16. April 2009
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