Bahn will mit Neuanfang Markenimage verbessern

Donnerstag, 14. Mai 2009
Konzernzentrale der Bahn in Berlin
Konzernzentrale der Bahn in Berlin

Es sind denkwürdige Wochen für die Deutsche Bahn. Sie macht mobil und kehrt aus. Seit wenigen Tagen ist der neue Spot mit Dieter Bohlen on Air. Im TV-Spot von Ogilvy & Mather für das Dauer-Spezial erklärt der "Poptitan" und umtriebige Markenbotschafter, dass er zwar einen Fuhrpark voller Luxuskarossen besitze, aber noch nie etwas zu verschenken hatte. Es ist der Versuch des Konzerns, mit Augenzwinkern ein etwas besseres Klima für die Bahn zu erzeugen. Dass dies alleine nicht reicht, weiß der neue Konzernchef Rüdiger Grube. Gestern schasste er vier Vorstände. Gruber vermeidet dieses Wort in jedem Interview. Drei Wochen nach seinem Amtsbeginn spricht er lieber von einem Neuanfang und macht den harten Schnitt. Er will den Bruch zur Vergangenheit und nicht nur das. Er will das verlorene Vertrauen von Mitarbeitern und Kunden zurückgewinnen.

Ein Weg, der für Markenexperten zum Ziel führen könnte. "Der Bahnvorstand war in der Kommunikation oftmals die Verkörperung vieler Mängel", sagt Hartmut Heinrich, Director bei Vivaldi Partners in Hamburg. "Der Neuanfang kann die Symapthie und die Kompetenz in der Öffentlichkeit sicher verbessern." Inwieweit das wirklich gelingt, werden die kommenden Wochen zeigen. Preiserhöhungen mit dem nächsten Fahrplanwechsel kündigt der ehemalige Daimler-Manager jedenfalls bislang nicht an. Er schließt sie aber auch nicht aus. Bohlen wird das egal sein, er fährt ja ohnehin dauerhaft Bahn. mir
Meist gelesen
stats