Bätzing will Alkohol-Warnhinweis für Schwangere

Donnerstag, 13. November 2008
Sabine Bätzing
Sabine Bätzing

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing will noch in dieser Legislaturperiode Warnhinweise für Schwangere auf alkoholhaltigen Getränken zur Pflicht machen. Die Piktogramme sollten sich "konkret an Schwangere richten, die durch den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ihren Kindern erhebliche Schäden zuführen können", sagte Bätzing der "Rheinischen Post". Negative Konsequenzen für die Getränkeindustrie, die derzeit gegen Werbeauflagen für Bier kämpft, befürchtet die SPD-Politikerin nicht. „Wir wollen Piktogramme auf dem Etikett, so wie es sie in Frankreich gibt", sagte Bätzing. Dort seien die Piktogramme etwa fingernagelgroß. „Wir führen Gespräche, auch mit der Getränkeindustrie. Ich würde auch eine freiwillige Lösung sehr begrüßen", so die Drogenbeauftragte.

Aus den Reihen der Opposition bekommt Bätzing bereits Gegenwind für ihren Vorschlag: Der FDP-Gesundheitsexperte Detlef Parr sagte dem "Hamburger Abendblatt": "Dieser Vorschlag ist wieder eine Symbolhandlung. Die Eigenverantwortung der Bürger hat doch auch beim Rauchen gegriffen, wo wir abnehmende Zahlen verzeichnen." jh
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