"BSE-getestet" als Werbeaussage verboten

Mittwoch, 13. Dezember 2000

Der Handel darf Rindfleisch nicht mit dem Hinweis "BSE-getestet" auszeichnen. Es handele sich dabei um irreführende Werbung, sagte ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Edeka Nord hatte auf Einlegern mit einem entsprechenden Hinweis geworben. Er findet sich ähnlich in einer inhouse gestalteten Printkampagne der Supermarktkette. Geschaltet werden die Anzeigen bis zum Jahresende in knapp 40 regionalen Zeitungen in Norddeutschland. Mit ganzseitigen Anzeigen in"FAZ", "Welt" und "Bild" reagierte McDonald's auf die BSE-Krise. Das Unternehmen informiert unter dem Konterfei von Gerd Raupeter, Vorstandsvorsitzender McDonald's Deutschland, über Herkunft, Verarbeitung, Qualität und Kontrolle von McDonald's-Rindfleisch.

Im vergangenen Monat war der Buletten-Verzehr Gerüchten zufolge europaweit um 11 Prozent zurückgegangen. Das Printmotiv soll aber eine einmalige Aktion sein. Es ist Bestandteil der jetzt gestarteten Qualitätskampagne (Agentur Heye & Partner), die mit siebenstelligem Etat das gesamte kommende Jahr laufen soll. Den Vertrauensschwund stoppen sollen auch fünf deutsche Spitzenköche, die im Auftrag der Centralen Marketing- Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) versichern, dass sie ihren Gästen auch jetzt Rindfleisch servieren. Geschaltet werden die Printmotive bis Jahresende in überregionalen Tageszeitungen. Darüber hinaus wird bei ARD, ZDF, RTL, im Kino und auf Bahnhof-Screens ein überarbeiteter TV-Spot gezeigt. Die mit 10 Millionen Mark ausgestattete Kampagne wurde von der Solinger Agentur von Mannstein gestaltet.

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