BP, McDonald's und Nokia gehören zu den meistgehassten Unternehmen in den USA

Freitag, 07. Januar 2011
BP: Dank Deepwater Horizon unter den meistgehassten Unternehmen
BP: Dank Deepwater Horizon unter den meistgehassten Unternehmen

Warum Menschen Unternehmen hassen, kann zahlreiche Gründe haben. Fakt ist, dass sich BP, Toyota, Nokia und McDonald's im vergangenen Jahr nur wenig Freunde machen konnten – sie zählen 2010 zu den 15 meistgehassten Unternehmen in den USA. Das ergibt eine Untersuchung des Onlinemagazins "24/7 Wallstreet". Dass BP auf der Liste zu finden ist, dürfte kaum verwundern, schließlich hat der Energiekonzern im Golf von Mexiko die "schlimmste von Menschen verursachte Umweltkatastrophe in der Geschichte" zu verantworten, wie es in der Begründung heißt. Es folgte jede Menge Negativpresse, CEO Tony Hayward trat zurück, die Aktien sackten in den Keller.

Toyota wurde die Rückrufaktion von über acht Millionen Fahrzeugen weltweit zum Verhängnis: Obwohl sich schließlich herausstellte, dass die Schuld bei den Fahrern lag und nicht bei der Marke, haben Medienberichterstattung, Kundenunzufriedenheit und der sinkende Aktienkurs den Autobauer unter die meistgehassten Unternehmen 2010 befördert.

Nokia ist auf der Liste vertreten, da der Handyhersteller 2010 vor allem in den USA durch die schlechte Qualität seiner Smartphones aufgefallen sei, es haperte bei Design und Nutzerfreundlichkeit. Dementsprechend unzufrieden waren die Kunden und darunter litt auch der Aktienkurs. Dieser hat sich bei McDonald's im vergangenen Jahr zwar positiv entwickelt, an Kritik mangelte es dennoch nicht, wie die Begründung von "24/7 Wallstreet" zeigt: Zu ungesund seien die Produkte, vor allem im Hinblick auf die Übergewichtsdebatte, und auch wegen seiner Geschäftspraktiken musste sich der Fast-Food-Riese immer wieder mit Negativpresse herumschlagen.

Neben diesen vier Unternehmen gehören noch elf weitere zu den meistgehassten: Der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson, die Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines, die Banken Citigroup und Bank of America, die Elektronikunternehmen Best Buy und Dell, die Telefon- und Internetanbieter Charter Communications und AT&T sowie die Fernseh- und Satellitenanbieter Dish Network und DirecTV.

In die Untersuchung von "24/7 Wallstreet" flossen sechs Kriterien ein, darunter  Mitarbeitermeinung, Kundenzufriedenheit sowie die Sichtweisen von Steuerzahlern, dem US-Kongress und -Administration. Auch die Rendite, Veränderungen in der Markenbewertung sowie negative Medienberichterstattung spielten bei der Untersuchung eine Rolle. sw
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