BMW rollt mit dem X3 an den Start

Montag, 29. Dezember 2003

Pünktlich zum Verkaufsstart im Januar präsentiert BMW die Launchkampagne seines neuen Modells X3. Mit dem geländetauglichen Freizeitauto, das als "kleiner Bruder" des erfolgreichen Sports-Utility-Vehicle (SUV) X5 gilt, wollen die Münchner "ein neues Segment besetzen", sagt Vertriebs- und Marketingvorstand Michael Ganal. BMW bezeichnet den X3 denn auch als "Sports Activity Vehicle". Von den SUVs versprechen sich die Autohersteller derzeit das größte Wachstumspotenzial innerhalb des Premiumsegments, welches wiederum bis 2015 um 50 Prozent und damit doppelt so stark wachsen soll wie der Gesamtmarkt.

Der sportlich ausgelegte Allzweck-Wagen soll "aktive, tendenziell jüngere" Personen ansprechen, ergänzt Vertriebschef Ludwig Willisch. So bemesse sich die Größe des Kofferraums nicht nach der Zahl der Golfbags, sondern nach der Zahl der Mountainbikes, die hineinpassen: "Daran sieht man, wie sich unsere Klientel verändert hat", so Willisch.

Die Launchkampagne steht unter dem Motto "Für die aufregendste Straße der Welt: das Leben" und umfasst teils vierseitige Anzeigen in der auflagenstarken Publikumspresse sowie zunächst einen TV-Spot (Produktion: Trigger Happy Productions, Berlin). In dem 45-Sekünder mit dem Titel "Roads" will Regisseur Ralf Schmerberg "die Vielfältigkeit des Fahrzeugs anhand einer spannenden Reise durch das Leben" zeigen: "Mit einer grob festgelegten Route, aber vielen Unwägbarkeiten und Raum für spontane Entscheidungen", heißt es. Mitte Januar folgen Anzeigenstrecken in Tageszeitungen. Die verantwortliche Agentur ist Jung von Matt/Alster.

Hinzu kommt eine Kooperation mit Nike: Über Internet, an speziellen PDA-Terminals in Flughäfen sowie in Fitnessstudios konnten sich Interessierte für die "X3 Challenge" für Climbing- und Biking-Wettbewerbe anmelden. Über 5000 Personen haben sich beteiligt - die Hälfte davon, so BMW, seien Fahrer von Fremdfabrikaten. Offiziell wollen die vorab traditionell tiefstapelnden Bayern im kommenden Jahr 80.000 X3 verkaufen, Marktbeobachter rechnen eher mit 100.000 Stück. Damit würde der X3 den großen Bruder X5 überholen. Kannibalisierungseffekte fürchtet BMW nicht und verweist auf das Nebeneinander der 3er- und 5er-Reihe. rp

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