BH-Krieg: Marks & Spencer entschuldigt sich mit Anzeige "We boobed"

Dienstag, 12. Mai 2009
Anzeige von M&S: "Wir haben Mist gebaut"
Anzeige von M&S: "Wir haben Mist gebaut"

Großbritannien im Körbchen-Krieg: Mit einem Preisaufschlag für BHs mit DD-Körbchen und größer hatte die Ladenkette Marks & Spencer (M&S) die Gemüter ihrer weiblichen Kundinnen erregt. Jetzt rudert M&S zurück und entschuldigt sich mit einer Anzeige "We Boobed". Anfang Juli hatte die Kaufhauskette die Preise für größere Büstenhalter um umgerechnet rund 2,50 Euro angehoben. Die Britin Beckie Williams startete daraufhin eine Internetkampagne gegen die Diskriminierung von Frauen mit üppiger Oberweite. Mehr als 17.000 Mitglieder haben sich bereits auf der Facebook-Seite "Busts 4 Justice" (Brüste für Gerechtigkeit) registriert. Ihr Ziel: Große Busen dürfen nicht finanziell benachteiligt werden.

Die Offensive hatte Erfolg: M&S schaltete vergangenen Freitag eine ganzseitige Anzeige in britischen Tageszeitungen. Die Überschrift "We boobed" ("Wir haben Mist gebaut") prangt auf dem Busen eines Models in Spitzendessous. Übrigens auch eine Anspielung, denn Boobs bedeutet umgangssprachlich soviel wie Brüste. Darunter die Erklärung: "Für die fantastische Qualität unserer größeren BHs müssen wir tiefer in die Tasche greifen. Daher hielten wir es für angebracht, auch mehr Geld zu verlangen. Aber, wir haben uns vertan."

M&S hat mittlerweile die Preise wieder gesenkt und bietet sogar einen Rabatt von 25 Prozent auf alle BHs in den kommenden zwei Wochen. jm
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