BDW unterstützt Tabakindustrie

Freitag, 08. Mai 1998

Lutz E. Weidner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kommunikationsverbands BDW, wendet sich in einem Fax an die Fraktionsvorstände der Parteien, um wenige Tage vor der Entscheidung über ein Tabakwerbeverbo, die Parlamentarier von der Unsinnigkeit eines solchen Verbots zu überzeugen. Mit einem Verbot der Werbung, der Promotions und der Öffentlichkeitsarbeit für Tabakerzeugnisse "verkommt eingutes Stück Vertrauen der Bevölkerung in den Bestand eines sich selbst regulierenden Marktgeschehens". Angesichts der Erfahrungen in anderen europäischen Ländern mit derartigen Verboten sei, so Weidner weiter, jetzt schon bekannt, daß "die gesundheitspolitischen Wunschvorstellungen der Befürwortung einer solchen Reglementierung ins Leere gehen und nichts bewirken". Die einzige Wirkung bestünde darin, daß den Pressemedien und der Filmindustrie erhebliche Teile des für die Erfüllung ihres journalistischen und kulturellen Auftrages notwendigen Mittel entzogen würden. Die Parlamentarierer sollten sich für die "Sache der Vernunft" entscheiden und gegen das Werbeverbot votieren.
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