BAT will der Spaßgesellschaft ein Ende machen

Mittwoch, 11. April 2001

Die Spaßgesellschaft gehört abgeschafft, "sonst geht die soziale Lebensqualität in Deutschland verloren". Zu dieser Erkenntnis kommt Horst W. Opaschowski, wissenschaftlicher Leiter des BAT Freizeit-Forschungsinstituts in Hamburg, nach einer Umfrage unter 2000 Personen ab 14 Jahre.

In einem Zeitvergleich der Jahre 1990 und 2001 zeichnet sich demnach ein tiefgreifender Wertewandel in der Gesellschaft ab - quer durch alle Altersgruppen: So denken heutzutage 55 Prozent der Bevölkerung zuerst an das eigene Vergnügen, 1990 waren es noch 40 Prozent. Das Zusammensein mit anderen finden nur 44 Prozent wichtig, vor einem Jahrzehnt meinten das 53 Prozent.

Insbesondere für die 14- bis 29-Jährigen geht es in erster Linie ums Vergnügen - auch um den Preis sozialen Engagements. Mehr als drei Viertel der befragten Jugendlichen halten nichts davon, sich gegenseitig zu helfen. Der Rest der Bevölkerung denkt nicht anders: Gerade 26 Prozent geben der Hilfsbereitschaft Vorrang vor dem eigenen Vergnügen.
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