Axe & Duschdas: Wettbewerbshüter lassen Unilever beim Sara-Lee-Deal schmoren

Dienstag, 25. Mai 2010
Die Wettbewerbshüter geben Unilever noch kein grünes Licht
Die Wettbewerbshüter geben Unilever noch kein grünes Licht

Die Hochzeit von Axe und Duschdas verzögert sich voraussichtlich bis Ende des Jahres. Die EU-Wettbewerbshüter werden die milliardenschwere Übernahme der Körperpflege- und Waschmittelsparte von Sara Lee (Duschdas) durch Unilever nicht wie ursprünglich angenommen bereits im Sommer 2010 durchwinken. Laut Unilever - mit Axe, Dove und Rexona selbst Big Player im Körperpflegemarkt - hat sich die Europäische Kommission mehr Zeit für die Prüfung des Deals erbeten. Wegen der Komplexität der Transaktion habe die Brüsseler Behörde eine zweite Phase der Untersuchung eingeleitet. Ziel sei es, die genauen Auswirkungen auf den Wettbewerb in den einzelnen europäischen Märkten in Augenschein zu nehmen. Unilever hofft nun auf eine Genehmigung im 4. Quartal 2010.

Die Transaktion hat für Unilever eine hohe strategische Bedeutung. Mit Sara-Lee-Marken wie Duschdas, Badedas, Sanex und Radox will der Konsumgüterriese eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Produktportfolio schaffen und das Wachstum vor allem in den westeuropäischen Märkten ankurbeln. Die Sara-Lee-Marken, die im Zuge des Verkaufs an Unilever fallen würden, hatten im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 750 Millionen Euro erzielt und 15 Prozent zu den Sara-Lee-Erlösen in Schwellen- und Entwicklungsländern beigetragen.

Unilever hatte Ende September 2009 angekündigt, die Körperpflege- und Waschmittelsparte von Sara Lee übernehmen zu wollen. Für die insgesamt 90 Marken, die in 19 europäischen Ländern vertrieben werden, zahlt Unilever knapp 1,3 Milliarden Euro. mas
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