Autowerbung: EU-Parlament will Warnhinweis

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Schlechte Nachricht für die Gegner von Werberestriktionen für die Autoindustrie: Die Mehrheit des EU-Parlaments hat am heutigen Mittwoch ein Papier beschlossen, in dem weitreichende Einschränkungen für Pkw-Werbung gefordert werden. In dem sogenannten Initiativbericht verlangen die Abgeordneten von der EU-Kommission die Verschärfung der bestehenden Vorschriften für die Bewerbung und Neufahrzeugen. Die zentralen Forderungen der Abgeordneten: Mindestens 20 Prozent der Werbefläche für Neuwagen in Anzeigen, Broschüren und Handel soll für Informationen über den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs reserviert werden. Zudem schlägt das EU-Parlament vor, einen "verbindlichen Werbekodex" einzuführen, mit dem "irreführende umweltschutzbezogene Werbeaussagen verboten werden".

Harsche Kritik an dem Papier kommt von Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der um die Attraktivität von Autoanzeigen fürchtet und die Werbefreiheit bedroht sieht. "Nimmt man die Entschließung des EU-Parlaments beim Wort, ist Europa auf dem Weg in eine staatlich gesteuerte Marktkommunikation, die weder mit marktwirtschaftlichen noch mit demokratischen Grundsätzen vereinbar ist", sagt Christoph Fiedler, Leiter Europa- und Medienpolitik im VDZ. jh

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