Autopapst Dudenhöffer: 2011 wird ein Autojahr

Mittwoch, 22. Dezember 2010
Ferdinand Dudenhöffer
Ferdinand Dudenhöffer

2011 könnte für die Automobilbranche ein Rekordjahr werden, jedenfalls nach den Berechungen von Ferdinand Dudenhöffer. Der Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen erwartet im kommenden Jahr einen Anstieg der Autoverkäufe auf 3,24 Millionen Fahrzeuge. Damit fahren die Hersteller auf dem deutschen Markt langsam aus der Krise. In diesem Jahr werden hierzulande rund 2,94 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das ist gegenüber 2009 nicht nur ein Rückgang von knapp 23 Prozent. Es ist vor allem der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Laut dem Autopapst kennt daher das zu Ende gehende Jahr fast nur Verlierer. Von den 30 größten Marken in Deutschland können gerade mal vier zulegen. Am stärksten Land Rover mit einem Absatzplus von 33 Prozent, gefolgt von BMW mit einem Plus von 6,6 Prozent. Rang 3 belegt Porsche mit einer Zunahme von 3,6 Prozent. Auf dem vierten Platz parkt Mercedes-Benz mit einem Zulassungsplus von 1,6 Prozent.

Größter Verlierer ist nach Dudenhöffers Berechnungen mit einem Minus von 51,9 Prozent dagegen Fiat. Nicht viel besser erging es Toyota mit einem Absatzschwund von 44,3 Prozent, Peugeot (- 34, 1 Prozent) oder Opel mit einer Reduktion von knapp 32 Prozent.

Doch das soll 2011 bereits wieder Geschichte sein. Treffen Dudenhöffers Prognosen zu, kennt das zweite Jahr nach der Abwrackprämie nur noch Gewinnermarken, mit einer einzigen Ausnahme: Seat. Für die VW-Marke erwartet der Institutschef einen Einbruch um 4,2 Prozent. "Das Modellprogramm bringt 2011 keine wirklichen Neuerungen. Die Marke dümpelt seit über 15 Jahren bei 50.000 Verkäufen vor sich hin", sagt Dudenhöffer. Behält der Wissenschaftler Recht, brechen für die Marke im VW-Konzern harte Tage an.

Freude dürfte dem Management um Konzernchef Martin Winterkorn dagegen weiterhin die Hauptmarke VW machen. Ein Plus von 13, 4 Prozent erwartet Dudenhöffer hier. Noch stärker sieht er zwei weitere Marken aus dem VW-Portfolio. Audi kommt demnach auf ein Plus von 12,5 Prozent, Porsche dagegen gar auf knapp 24 Prozent.  Am stärksten aber soll Dacia zulegen. Für die rumänische Billigmarke aus dem Renault-Reich berechnet Dudenhöffer ein Plus von 28,2 Prozent. mir
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