Autoexperte Dudenhöffer erwartet massiven Einbruch bei Pkw-Werbung

Donnerstag, 20. November 2008
Dudenhöffer erwartet schwere Einschnitte
Dudenhöffer erwartet schwere Einschnitte

Angesichts der schweren Krise der Automobilindsutrie rechnet Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer in den kommenden Monaten mit einer massiven Kappung von Werbeetats. „Die Mediaspendings im Automarkt werden nach unserer Einschätzung um bis zu einem Drittel sinken", sagt Dudenhöffer gegenüber HORIZONT. Die Situation sei ernst, insbesondere Print-Magazine müssten mit harten Einbußen rechnen, so der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen. Dudenhöffer erwartet zudem eine interne Verlagerung von Budgets bei den Autobauern  - weg von Imagethemen, hin zur Verkaufsförderung.„Im Jahr 2009 lautet das Hauptthema bei den Autoherstellern Schweinebauch - alles andere wird radikal zusammengestrichen", ist Dudenhöffer überzeugt.

Der Autoexperte prognostiziert, dass die offerierten Rabatte auf den Listenpreis von Neuwagen im 1. Quartal 2009 einen Höhepunkt erreichen werden. Dann wird das durchschnittliche Niveau bei den Nachlässen auf rund 18 Prozent klettern, sagt Dudenhöffer voraus - das sind zwei Prozentpunkte mehr als derzeit. Die von der Bundesregierung als Kaufanreiz gedachte Befreiung von der Kfz-Steuer wird hingegen verpuffen, glaubt der Fachmann. „Die Kfz-Steuer-Befreiung ist eine Totgeburt und verbrennt Steuergeld ohne jegliche Wirkung." jh

Mehr zu diesem Thema in HORIZONT-Ausgabe 47/2008, die am heutigen Donnerstag erschienen ist.
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