Autobauer treten 2009 weiter auf die Bremse

Donnerstag, 05. März 2009
Bei Anzeigenkampagnen wie der für den Opel Insignia wird gespart
Bei Anzeigenkampagnen wie der für den Opel Insignia wird gespart

Die Autoindustrie will ihren Sparkurs im Marketing auch im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen. Die Mehrheit der Importeure und heimischen Hersteller plant mit sinkenden Werbeausgaben, zeigt das Werbebarometer des ADAC Verlags, das HORIZONT exklusiv vorliegt. Zwei Drittel der 21 befragten Hersteller wollen laut der Umfrage ihre Budgets kürzen - antizyklische Erhöhungen sieht kein einziges Unternehmen vor. Importeure und Hersteller mit einem Absatz von weniger als 100.000 Fahrzeugen jährlich setzen den Rotstift dabei stärker an als die großen deutschen Unternehmen: Vier von fünf ausländischen Autobauern planen hierzulande Kürzungen für 2009, bei den heimischen Herstellern sind es rund 43 Prozent. Die Studie hat Gewicht: Die befragten Unternehmen stehen für zwei Drittel der Bruttospendings in diesem Segment und repräsentierten 2008 zugleich 77 Prozent des gesamten Absatzes an Neuwagen in Deutschland.

Angesichts schrumpfender Etats können nur wenige Medien in der Gunst der Automarketer zulegen - das Internet gehört auf jeden Fall dazu. Rund 79 Prozent planen 2009 für diesen Kanal steigende Ausgaben. Profitieren können laut der Befragung auch die taktisch orientierten Medien Plakat und Hörfunk: Hier ist der Anteil der Marken, die ihre Spendings steigern wollen, größer als der derjenigen, die Kürzungen planen. Verlierer im Mediamix sind die Publikumszeitschriften: Hier sehen weder Importeure noch deutsche Hersteller Steigerungen vor - dafür planen rund 37 Prozent sinkende Investitionen. Die gute Nachricht: Die deutschen Hersteller wollen ihre Spendings in diesem Medium konstant halten. jh
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