Autobauer feilen an Antwort im EU-Werbestreit

Donnerstag, 31. Januar 2008
Setzt die Autobauer unter Druck: Stavros Dimas
Setzt die Autobauer unter Druck: Stavros Dimas
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Rund ein Jahr nachdem EU-Kommissar Stavros Dimas einen Code of Conduct für umweltfreundliche Autowerbung gefordert hat, reagieren die Hersteller: Bis Ende März soll der Vorschlag des federführenden europäischen Verbandes Acea stehen, teilt dessen Sprecherin Sigrid de Vries auf Anfrage von HORIZONT.NET mit. Wie die Position der Hersteller genau aussehen soll, daran wird derzeit noch gearbeitet. Sorgsam vermeidet der Verband dabei den Eindruck, gegenüber der EU-Kommission auf Zeit zu spielen, wenn es um die geforderte Selbstverpflichtung geht - einen Vorschlag dafür hatte Umweltkommissar Dimas ursprünglich bereits bis Mitte 2007 gefordert. "Wir sind offen, wir sagen nicht nein", so de Vries. Allerdings wolle der Verband eine "pragmatische Lösung", so die Sprecherin weiter.

Doch die Brüsseler Bürokraten fordern von der Autoindustrie nicht nur die Selbstverpflichtung für weniger Sportlichkeit und Dynamik in Pkw-Kampagnen. Zugleich will die EU auch mehr Verbraucherinformationen in der Autowerbung sehen. Dies regelt schon jetzt die sogenannte Labelling-Richtlinie 1999/94/EG, an deren Neufassung nun gearbeitet wird.

Bei den Autokäufern selbst trifft die Forderung nach mehr Sachinformationen in der Werbung durchaus auf ein positives Echo. Rund 60 Prozent sind für mehr Hinweise in Sachen Schadstoffe und Energieaufwand - unabhängig von der Frage, wie solch eine Aufklärung konkret in die Werbung integriert werden kann. Dies zeigt eine Exklusiv-Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls im Auftrag von HORIZONT. Für die Studie wurden im Dezember 1075 potenziellen Autokäufer befragt.

Mehr zu diesem Thema in Ausgabe 5/2007 von HORIZONT, die am heutigen Donnerstag erschienen ist.

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