Australischer Sportartikler will mit provozierenden Spots deutschen Markt erobern

Mittwoch, 30. Juni 2010
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Der australische Sportbekleidungshersteller Skins will im deutschen Markt Fuß fassen und startet eine TV-Kampagne, die für ordentlich Gesprächsstoff sorgen wird. Zeitgleich zum Start der diesjährigen Tour de France am 3. Juli launcht das Unternehmen hierzulande einen Spot, der die Themen Doping und Fairplay aufgreift. Das von der australischen Agentur The Furnace kreierte und produzierte Commercial "Cheat Legal" (zu deutsch: legal betrügen) wird gezeigt, dass Sportler ihre Leistungen auch mit fairen Mitteln steigern können, nämlich mit Sportkleidung aus dem Hause Skins. Damit wollen die Australier die Aufmerksamkeit von männlichen Hobbysportlern vor allem auf ihre Kollektion "400 Series" lenken, die im August in den hiesigen Handel kommt. Flankiert wird der Auftritt im TV (Regisseur: Noah Marshall) von Onlinemaßnahmen. Die Mediaplanung im siebenstelligen Eurobereich verantwortet Sparringtime Media in München.

Zu sehen ist der Spot, den es als 7-, 30- und 60-sekündige Version gibt, von Juli bis Oktober im ZDF und Eurosport sowie ab dem Fußball-WM-Viertelfinale auf Sky aber auch in Sendern der P7S1-Gruppe. Parallel dazu werden reichweitenstarke Programmumfelder auf Sport 1 mit exklusiven Sonderwerbeformen auf Sport1.de vernetzt – zum Beispiel über das Presenting des Leichtathletik-Highlights Diamond League im August.

Die ARD hat die Ausstrahlung des Spots im Umfeld der Tour de France im Übrigen abgelehnt. Die Begründung des Senders: "Bei der Entscheidung, diesen Spot in der vorliegenden Fassung nicht zur Ausstrahlung anzunehmen, waren die darin enthaltenen Aussagen und Aufforderungen wie "Spritz Dich zum Sieg" oder "Pump Dir EPO ins Herz" ausschlaggebend", heißt es in einer Stellungnahme des zuständigen WDR-Justiziars. Diese Aussagen seien bedenklich, weil sie nicht den Gedanken von "Fairness im Wettbewerb und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft" entsprächen.

Ausgerollt wird die Kampagne neben Deutschland auch in Österreich und der Schweiz sowie in den USA, England und Japan. Die Adaption wurde inhouse bei Skins realisiert. jm
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