Auflösung: CMA verhökert Marken-Inventar

Freitag, 06. März 2009
Auch das Logo sucht einen Käufer
Auch das Logo sucht einen Käufer

Das endgültige Aus für die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) ist beschlossene Sache: Die Gesellschafterversammlung hat die Auflösung des Unternehmens beschlossen, das bislang durch Zwangsabgaben von Bauern und Industrie finanziert wurde. Die Liquidation soll jetzt zügig umgesetzt werden - Teil der Abwicklung sind auch die Marken und Web-Domains der Agrarmarketer. Zum Marken-Inventar der CMA zählen unter anderem Gütezeichen, das Logo des Unternehmens selbst, aber auch Webadressen wie Milch.de. Manches davon könnte nun einen neuen Eigentümer finden, heißt es bei der CMA. "Eine Domain wie Milch.de ist bares Geld wert", sagt CMA-Sprecher Michael Wanhoff gegenüber HORIZONT.NET.

 Zugleich dämpft Wanhoff Befürchtungen, Medien und Agenturen könnten auf offenen Rechnungen sitzen bleiben. "Die CMA ist nicht insolvent, Verbindlichkeiten zu begleichen steht ganz oben auf der Agenda", so der Sprecher. Durchgeführt wird die Liquidation vom bisherigen Geschäftsführer Markus Kraus und seinem Stellvertreter Friedrich Wolf. Sie haben auch die Aufgabe, mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan für die 150 Mitarbeiter auszuhandeln.

 Die Auflösung der CMA kommt wenige Wochen nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Die Karlsruher Richter hatten die Finanzierung der Agrarmarketing-Institution über Zwangsabgaben von Landwirten und Unternehmen überraschend für verfassungswidrig und nichtig erklärt.  jh
Meist gelesen
stats